Kittel, Wandres, Hemmer – erste Burg-Pokal-Zeichen
29 Paare traten in der ersten Station des Nürnberger Burg-Pokals an. Die 35. Saison für Deutschlands beste Nachwuchspferde zwischen sieben nund neun Jahren hat begonnen – mit der Qualifikation zur Finalqualifikation des Burg-Pokals in Hagen.

Auf dem Hagener Burg-pokal-podium an Tag 1: Patrik Kittel, Frtederic bWandres und Katharina Hemmer
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Stimmen der drei Erstzplatzierten:

Patrik Kittel und J’Adore Dior H
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Patrik Kittel und J’Adore Dior H (7j. v. Jovian), Sieg mit 74,171 %
Zudem platzierte er den achtjährigen Zanetti (v. Zoom) mit 71,049 Prozent auf Rang fünf.
„Einfach ein Top-Tag heute. Es macht einfach Spaß, hier in Hagen a.T.W. zu reiten. Die Sonne scheint, die Tribünen sind voll – besser geht es kaum. Und der Nürnberger Burg-Pokal ist immer etwas Besonderes. Die Serie verfolge und bewundere ich seit vielen Jahren, eigentlich seit ich nach Deutschland gekommen bin. Diese Prüfung ist eine unglaublich gute Sache. Junge Pferde können behutsam gefördert und an die nächste Klasse herangeführt werden.
J’Adore Dior H reite ich seit rund einem Jahr, Zanetti seit zwei Jahren. Viel Turnierroutine haben beide noch nicht, wir waren dieses Jahr nur einmal in Ankum in der Halle unterwegs und das war’s. Dann direkt nach Hagen zu fahren, ist vielleicht ein bisschen dreist. Aber wenn man es nicht versucht, kann man auch nicht gewinnen.
Beide Pferde sind unglaublich lektionssicher für ihr Alter, machen toll mit und bringen viel Qualität mit. J’Adore Dior H hatte im versammelten Schritt einen Moment, da sprang irgendwo im Springstadion wohl jemand Null und plötzlich wurde es laut. Ansonsten gab es Kleinigkeiten hier und da – aber insgesamt bin ich sehr glücklich. Schon morgen beide Pferde in so einem starken Starterfeld wieder reiten zu dürfen ist einfach cool.”

Frederic Wandres und Fänomen de Malleret
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Frederic Wandres und Fänomen de Malleret (8j. v. Foundation), Rang zwei mit 72.463%
„Fänomen de Malleret ist ein sehr ausdrucksstarkes Pferd. Leider hatten wir heute einen Fehler in der Galopp-Tour bei den Wechseln. Das war unser erstes Außenturnier in dieser Saison und vielleicht war das sogar ein kleiner Wake-up-Call für morgen. Wenn heute alles perfekt geklappt hätte, wäre man womöglich zu sicher in die nächste Runde gegangen. Bis dahin spielte er aber seine Stärken voll aus – im Trab, im Schritt und vor allem mit seiner Präsenz. Dazu kommt eine sehr gute Anlehnung.
Das Finale in Frankfurt sollte in diesem Jahr schon auf dem Zettel stehen. Wann, wo und wie sich das ergibt, wird man sehen. Für morgen lassen wir uns überraschen. Aber ich glaube, im Laufe der Saison ist er definitiv ein Kandidat dafür. Und wenn man so ein Pferd unter sich hat, dann denkt man schon: Das kann und sollte auch einmal in Frankfurt gehen. Er hat ein gutes Temperament, kann im Stall gegenüber seinen Kollegen durchaus ein bisschen hengstig sein. Wenn er durch die Stallgasse läuft, gibt er schon gern den kleinen Macho. Aber in dem Moment, in dem man drauf sitzt, ist alles ganz unkompliziert.“

Katharina Hemmer und Escanciador © www.sportfotos-lafrentz.de
Katharina Hemmer, Rang drei mit Escanciador (8j. v. Escolar) und 72.024%
„Damit habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Emil ist mein eigenes Pferd — ich habe ihn Anfang dreijährig gekauft — und dass er sich hier heute so präsentiert, bei seinem ersten Übernachtungsturnier und vor dieser Kulisse, hat mich wirklich begeistert. Er ist ja schon seit Dienstag mit dabei und war mit Denoix und Special Gold in bester Gesellschaft – offenbar hat er sich gedacht: Was die können, kann ich auch.
Dass er die Qualität hat, weiß ich natürlich. Aber dass er das heute hier unter diesen Bedingungen so souverän gezeigt hat, hat mich wirklich gefreut. Morgen kann ich vielleicht hier und da noch etwas mehr riskieren. Gerade in den Verstärkungen hatte ich heute eher noch auf Sicherheit gesetzt, obwohl er eigentlich gut nach vorne wollte. Da versuche ich, morgen vielleicht noch ein bisschen mehr herauszuholen. Aber ich bin in jedem Fall rundum glücklich.“
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