Null-Toleranz-Politik gegenüber Online-Missbrauch
Die FEI verfolgt eine klare Null-Toleranz-Politik gegenüber Online-Missbrauch, einschließlich Hassrede, Rassismus, …. Das Ziel ist ein sicheres und respektvolles Online-Umfeld.
Foto oben: Olympia-Selfie in Paris (©www.sportfotos-lafrentz.de)
Die Pressemeldung der FEI – in Auszügen:
Die FEI ist eine Partnerschaft mit der britischen Signify Group eingegangen, einem weltweit führenden Anbieter in den Bereichen Prävention von Online-Missbrauch und -Bedrohungen, Informationsbeschaffung und Ermittlungen. Diese Initiative soll dazu beitragen, alle Athleten, Trainer, FEI-Funktionäre und andere wichtige Akteure während der FEI-Weltmeisterschaften 2026 in Aachen (GER) vor Online-Belästigung und -Missbrauch zu schützen.
Im Rahmen des kontinuierlichen Engagements der FEI für den Schutz der Reitsportgemeinschaft werden der Verband und Signify ein umfassendes Spektrum an Lösungen umsetzen, darunter Aufklärung, KI-Überwachung und Bedrohungsanalyse, Moderation von Inhalten, Unterstützung bei Direktnachrichten (DM) sowie Ermittlungen. Im Mittelpunkt des Projekts steht der KI-Dienst „Threat Matrix“ von Signify, der Fälle von Online-Missbrauch im Vorfeld und während der gesamten Meisterschaften identifizieren, bewerten und untersuchen wird. Der Dienst wird der FEI Echtzeit-Warnmeldungen und Unterstützung bereitstellen, sodass bei Bedarf rasch gehandelt werden kann.
Die Entscheidung der FEI zur Zusammenarbeit mit Signify spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass Sportler und Funktionäre zunehmend Online-Missbrauch und Bedrohungen ausgesetzt sind, insbesondere während großer Wettkämpfe oder im Anschluss an vielbeachtete Vorfälle.
Es gibt dokumentierte Fälle, in denen Sportler vor, während und nach Sportveranstaltungen sowie im Zusammenhang mit breiter geführten Debatten zum Thema Tierschutz Drohungen, anhaltende beleidigende Kommentare in den sozialen Medien und gezielte Belästigungen erfahren haben. In einigen Fällen haben Sportler von koordinierten Übergriffen über mehrere Plattformen hinweg berichtet, die im Anschluss an wettkampfbezogene Kontroversen stattfanden.
„Konstruktive Kritik und respektvolle Debatten sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Sports und werden auch weiterhin begrüßt“, sagte Mikael Rentsch, Rechtsdirektor der FEI. „Gleichzeitig verfolgt die FEI eine klare Null-Toleranz-Politik gegenüber Online-Missbrauch, einschließlich Hassrede, Rassismus, Homophobie, expliziter oder schädlicher Inhalte, Betrug, Spam und anderer Formen inakzeptablen Verhaltens. Unser Ziel ist es, ein sicheres und respektvolles Online-Umfeld zu schaffen, in dem Sportler, Funktionäre und alle Mitglieder unserer Gemeinschaft vertrauensvoll interagieren können. Indem wir schädliche Inhalte überwachen und gegen sie vorgehen, bekräftigen wir, dass Missbrauch nicht toleriert wird und geahndet wird. Außerdem wollen wir sicherstellen, dass Sportler und Funktionäre wissen, wie sie sich online schützen können, wie sie Bedenken melden können und dass bei Bedarf angemessene Unterstützung zur Verfügung steht.“
Jake Marsh, Leiter des Sportbereichs bei Signify, sagte: „Der Sport sollte ein Ort sein, an dem Athleten und Offizielle ihre Leistungen erbringen und sich engagieren können, ohne Missbrauch befürchten zu müssen. Nachdem wir die Wirkung unseres Überwachungsdienstes bei den FEI World Cup™-Finals in Fort Worth gesehen haben, freuen wir uns, in Aachen ein erweitertes Angebot bereitzustellen und dabei eng mit der FEI und dem Deutschen Reitsportverband zusammenzuarbeiten. Der ‚Threat Matrix‘-Dienst erkennt Risiken frühzeitig, filtert schädliche Inhalte in Echtzeit heraus und führt Untersuchungen durch, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen – damit trägt er dazu bei, diese Meisterschaft zu einer der bislang am umfassendsten geschützten Veranstaltungen zu machen.“
Anfang dieses Jahres testete die FEI den Überwachungsdienst des Unternehmens erfolgreich während der FEI World Cup™-Finals in Fort Worth, Texas (USA), wo die Initiative positives Feedback von Athleten und anderen Beteiligten erhielt. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus diesem Pilotprojekt wird der Dienst für die FEI-Weltmeisterschaften in Aachen erweitert. Dabei arbeitet die FEI mit dem Deutschen Reitsportverband zusammen, der ebenfalls den „Threat Matrix“-Dienst von Signify nutzen wird, um die Online-Sicherheit während der Meisterschaften zu gewährleisten.
Der Service bei den FEI-Weltmeisterschaften in Aachen umfasst:
Echtzeit-Überwachung öffentlicher Gespräche und Kommentare zur Erkennung aufkommender Risiken, Stimmungsänderungen und potenzieller Eskalationen, wobei Warnmeldungen und Untersuchungsergebnisse an die Kommunikations-, Sicherheits- und Schutzteams der FEI weitergeleitet werden; sowie Inhaltsmoderation auf den offiziellen Social-Media-Kanälen der FEI und der Veranstaltung, einschließlich der Entfernung beleidigender Inhalte, sofern dies angemessen ist.



