Absurder Wahnsinn
Gedanken zur Initiative der FEI bei der WM Aachen – Null-Toleranz-Politik gegenüber Online-Missbrauch.
Foto oben: ©ohneisProduction
Für die WM in Aachen hat die FEI eine große Initiative zum Schutz von Athleten, Trainern, FEI-Funktionären und anderen wichtige Akteuren angekündigt. Schutz vor Attacken in den social Media-Kanälen. (s. HIER) Setzen wir uns gedanklich auf den Mars oder Mond und blicken auf die Erde. Da gibt es eine Spezies, den Menschen, der geniale Dinge erfindet – wie das Internet – und sie dann nutzt, um sich gegenseitig zu betrügen, zu beleidigen oder sogar in den Tod zu treiben. Das alles meist in grenzenloser, anonymer Feigheit. Dieselbe Spezies Mensch schafft dann Tools, um sich gegenseitig vor dem zu schützen, was sie selbst erschaffen hat. Jeder Marsbewohner muss mit dem Blick aus der Ferne den Kopf schütteln. Das ist absurder Wahnsinn!
Der Auslöser all dessen, was in den Social Media Kanälen passiert, liegt bewiesenermaßen auch in der Unzufriedenheit vieler Menschen, in Neid und dem Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. Ein ganz wichtiger Punkt ist aber auch der fehlende Respekt. Gegenseitiger Respekt, den man schon ab dem Kleinkindalter Schritt für Schritt lernen sollte, sonst klappt das nicht mehr. Die Initiative der FEI ist wichtig und richtig. Sie kann helfen, das ‘Symptom’ zu bekämpfen. Aber für die Ursache sind wir alle verantwortlich. Alle, die Kinder erziehen, die täglich mit anderen Menschen (und Tieren) umgehen und die wir wahrscheinlich alle schon mal unserem Gegenüber mit zu wenig Respekt begegnet sind. Das wäre ein wunderbarer Vorsatz für die Tage der Aachen-WM – und darüber hinaus – damit die besagte Initiative der FEI möglichst wenig zu tun hat.
Ihre/Eure
Kim Kreling


