Gold für Odi Murona, Silber für Secret Agent
Die Weltmeisterschaft der siebenjährigen Dressurpferde in Verden.

Weltmeisterin Odi Murona unter Tessa Kole,
mit den Besitzern Ko van Belois und Sandy van Belois-Poorter und Züchterehepaar van de Broek
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„Wow, Tessa!“ Das waren die ersten Worte der kommentierenden Richterin Monique Peutz-Vegter. Mit der Gesamtwertung von 83,429 Prozent sicherte sich die niederländische Stute Odi Murona die Goldmedaille der siebenjährigen Dressurpferde bei der FEI WBFSH Weltmeisterschaften für junge Dressurpferde in Verden – präsentiert von Tessa Kole im Preis von Helgstrand in der HORSE24-Arena. Die Einzelnoten der Qualitätsbeurteilung waren 9,5 für den Trab, 8,5 Schritt, 9,0 Galopp, und je eine 9,5 für Durchlässigkeit und Perspektive. Die beiden Techniknoten lagen bei 74,429 und 75,286 Prozent.
Die Reiterin war fassungslos: „Ich reite die Stute, seitdem sie drei war und sie ist einfach unglaublich.“ Fünfjährig hatte die neue Weltmeisterin bereits ein Fohlen, sechsjährig wurde sie schon für die WM ausgewählt, aber… „letztes Jahr galt noch die Regel, dass man nicht zwei Championate reiten darf und ich war auch bei der Jungen Reiter-EM am Start“, erzählt Tessa, „deswegen durfte ich die WM nicht reiten. Dieses Jahr durfte ich glücklicherweise.“ Das Ehepaar van Belois kaufte die Stute als Fohlen, eigentlich als Zuchtstute. „Tessa begann sie auszubilden und sie gewann praktisch überall, wo sie an den Start ging. Da haben einige Leute zu mir gesagt, ich würde gut daran tun, sie erst im Sport zu lassen. Also haben wir die Pläne geändert und jetzt sind wir Weltmeister“, strahlt Ko van Belois.
Die Weltmeisterin ist eine Tochter von Blue Hors Farrell, aus einer Johnson-Mutter gezogen von Jo van de Broek. „Ich habe damals auf der Hengstschau Farrell gesehen und sofort gedacht, dass das ein toller Hengst ist. Wir haben erst einige andere Stuten mit ihm belegt und hatten immer tolle langbeinige und ausdrucksvolle Fohlen. Und dann kam Odi Murona und fand die perfekte Reiterin mit Tessa.“

Liebt die große Bühne: Secret Agent unter Charlotte Dujardin.
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Vize-Weltmeister Secret Agent
Der Hannoveraner Secret/De Niro-Sohn Secret Agent wurde mit 83,115 Prozent Vize-Weltmeister. Es war der Schritt, der seinen Sieg – wie in der Qualifikation – verhinderte, aber Reiterin und Besitzerin Charlotte Dujardin platzte dennoch vor Stolz auf dieses Pferd. Im Schritt vergaben die Richter heute nur die 7,0, alle anderen Noten in der Qualitätsbeurteilung lagen bei 9,3 und höher. Technisch wurde die Vorstellung der Beiden mit 74,857 und glatten 78 Prozent bewertet. „Ich habe dieses Pferd zweijährig an der Longe gesehen und sofort gewusst, dass das einer für mich ist“, erklärte die Olympiasiegerin strahlend. „Und wir passen auch charakterlich super zusammen. Er ist ein geborener ‚Performer‘. Er liebt Zuschauer. Er liebt es zu arbeiten. Und seine Qualitäten sind phänomenal. Er war zuvor nur einmal auf einem Übernachtungsturnier, aber er macht das alles so unkompliziert. Ich hätte mir kein besseres Wochenende mit ihm hier vorstellen können.“ Gezogen wurde der Hengst von der Zuchtgemeinschaft Nicole und Friedrich Sievers, er ist aber selbst nicht im Deckeinsatz. Das Ziel von Charlotte Dujardin mit dem Ausnahme-Beau ist klar nicht die Zucht, sondern der Grand Prix-Sport. „Die Olympischen Spiele in Los Angeles sind nicht mehr so weit entfernt“, schmunzelt Dujardin. „Es wäre schön, mit ihm eine Option dafür zu haben.“
WM-Bronze für Brandtbjergs Divya
WM-Bronze ging an die dänische Vize-Weltmeisterin des vergangenen Jahres: Brandtbjergs Divya v. Hesselhoej Donkey Boy, aus einer Don Olymbrio-Mutter gezogen von Brandtbjerggaard/Familie Buhl. Maibritt Rosenkilde kaufte die Stute nach ihrem WM-Erfolg im vergangenen Jahr, seither sitzt die jetzt 20-jährige Theresa Rosenkilde in ihrem Sattel und stellt sie auch bei der WM vor. „Ich reite sie zwar erst seit einem knappen Jahr, aber wir haben schon eine so tolle Partnerschaft“, freut sich die Bronzegewinnerin. „Ich werde sie jetzt weiter ausbilden und hoffentlich mit ihr im nächsten Jahr bei den Jungen Reitern an den Start gehen können.“
Für alle drei Reiterinnen auf dem Podium war es das erste Mal, dass sie bei der WM der jungen Dressurpferde im Sattel saßen – und sie haben es genossen.
Aller sieben Dinge sind Secrets
Ein Überblick über die Vererber, die in den WM-Finals am meisten vertreten sind, ausgewertet von dem Internetdienst equestrian-hub.com: Allen voran Secret mit sieben Nachkommen, gefolgt von Lord Europe mit vier Nachkommen. Weitere sechs Vererber stellen zwei Nachkommen in den Finals, das sind Blue Hors Farrell, Dynamic Dream, Glock’s Romanov, Hesselhøj Donkey Boy, Suarez und Vitalis.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.verdenyh.com


