„Anscheinend brauchen wir ein bisschen Druck“
Im Kleinen Finale der Siebenjährigen bei der FEI WBFSH WM der jungen Dressurpferde in Verden siegte La Jolie SW OLD, Platz zwei ging an Sullivan ABN vor Felice FRH.

La Jolie SW OLD unter Carina Scholz
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„Anscheinend brauchen wir ein bisschen Druck“, schmunzelt Carina Scholz und steigt von der eleganten Escamillo-Tochter La Jolie ab. Wir im vergangenen Jahr lief es bei den Beiden an Tag eins nicht optimal, im Kleinen Finale dafür umso besser: 76,411 Prozent. 83,00 Prozent erhielt die Oldenburger Stute in der Qualitätsnote mit dem Highlight im Schritt (8,5), 68,036 und 71,607 Prozent gab es für die technische Ausführung. Wie im vergangenen Jahr sicherte sich La Jolie so über den Sieg im Kleinen Finale den Einzug ins WM-Finale am Sonntag.
„Sie war heute von Anfang an komplett anders als gestern“, erklärt Carina Scholz. „Lässig, entspannt, einfach toll. Ich bin dieses Jahr extra einen Tag früher gekommen, weil sie letztes Jahr in der ersten Runde auch ein bisschen angespannt war. Aber trotzdem… Sie zieht sich dann innerlich etwas zusammen, obwohl sie eigentlich ein Pferd ist, das sich gerne präsentiert.“ Die Stute sei insgesamt ein besonderes Pferd. „Sie ist ja eher klein, aber sie hat im Viereck so eine Präsenz. Bei der Trabtour brauche ich wirklich nur zu lenken und zu genießen, das ist ein richtig cooles Gefühl. Galopp fällt ihr noch etwas schwerer, weil sie diese große, relativ aufwändige Galoppade hat, aber es wird immer besser. Da braucht sie noch ein halbes Jahr.“
Gezogen wurde La Jolie von der Hobbyzüchterin Sabine Wehle, in deren Besitz die Stute auch weiterhin ist. Aus der Hannoveraner Mutterstute Laissez-Fair v. Londonderry hat Wehle gleich mehrere Fohlen gezogen, alle erfolgreich, aber La Jolie ist die erste bei einer Weltmeisterschaft – und das schon zum zweiten Mal.

Sullivan ABN unter Nina Verina Braun
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Platz zwei ging mit 74,729 Prozent an den Holsteiner Sullivan ABN, ein Sohn des Secret aus einer Carpaccio-Mutter gezogen von Anja Nygaard. Der Besitzer des Zweitplatzierten ist Michael Kramarsch, vorgestellt wurde er von Nina Verina Braun.

Felice FRH unter Greta Heemsoth
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Felice FRH folgte mit 74,242 Prozent auf dem dritten Platz (Z.: Rene Janzen, Bes.: Ingo Pape und Ken Steele). Mit einer 9,0 erhielt die Fürst Samarant-Tochter die höchste Trabnote des gesamten Feldes. Wie im vergangenen Jahr saß in ihrem Sattel Greta Heemsoth, die die Hannoveraner Stute auch 2024 zum Titelgewinn bei den Bundeschampionaten geritten hatte und im vergangenen Jahr ins Finale der sechsjährigen Dressurpferde bei der WM in Verden.
Diese ersten Drei aus dem Kleinen Finale haben sich noch ein Finalticket für Sonntag gesichert. Das WM-Finale der siebenjährigen Dressurpferde beginnt am Sonntag um 09.30 Uhr.
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Miesners WM-Botschaft
Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer Zucht bei Pferdesport Deutschland: „Das Verdener Konzept vom letzten Jahr, die Aufteilung der Plätze mit einer reinen WM-Arena und der Jungpferdeveranstaltung auf dem anderen Platz, wird total gut angenommen. Das ist wirklich spitze. Das Feedback aus ganz vielen Kreisen ist herausragend gut. Sie sind alle total zufrieden mit der Veranstaltung, Platz, Betreuung, Stallbereich etc. – wirklich rundum toll. Ich persönlich möchte auch dem Technischen Delegierten und den Veterinären hohen Respekt zollen, sie gehen rundum professionell und pro Sport mit den Abläufen hier vor Ort um. Für das nächste Jahr wünsche ich mir erneut gutes Wetter, dasselbe nette, hoch engagierte Team und noch mehr Zuschauer. Man fühlt sich hier richtig wohl. Insofern ist die Botschaft, die wir allen Pferdebegeisterten mit auf den Weg geben können: Kommt hierher, es lohnt sich wirklich.“
Weitere Informationen finden Sie unter: www.verdenyh.com



