Weltmeister Faustino G, Bronze für Sir Gribaldi

Im Finale der sechsjährigen Dressurpferde, im Preis der Kreissparkasse Verden, hat sich der dänische Farrell/Sezuan-Sohn Faustino G die Goldmedaille gesichert. Silber ging an die Dänenstute Dizzy, Bronze erhielt der Hannoveraner Hengst Sir Gribaldi.

Foto oben: Der Weltmeister der sechsjährigen Dressurpferde © www.sportfotos-lafrentz.de

Die Siegerfaust: Der WM-Titel für Faustino G unter 
Bettina Jäger (DEN)
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Sie gingen als letztes Paar ins Viereck, der Erwartungsdruck lag in der Luft, aber Bettina Jaeger war voll des Vertrauens in ihren Faustino. „Er liebt es zu arbeiten, manchmal ein bisschen zu viel, aber wir haben das inzwischen super im Griff und er ist so unglaublich elastisch und – wirklich – er wird einfach jeden Tag immer besser.“ Letztes Jahr hatte sich Faustino schon auf Platz vier im WM-Finale der Fünfjährigen positioniert, dieses Jahr der Sieg und Züchterin und Besitzerin Helene Geervliet, Stutteri G., weiß, warum: „Man muss mit ganzem Herzen züchten und auf gute Berater hören“, betont sie. „Und man braucht für die besten Pferde auch die besten Reiter.“ Faustino ist ein Pferd aus ihrer Zucht in vierter Generation, das macht die Züchterin besonders stolz. Noch ein bisschen stolzer als der Titelgewinn im vergangenen Jahr mit Quinn G, die Dreifach-Weltmeisterin wurde. Quinn war aber ‚nur‘ aus zweiter eigener Generation.

Mit der Endnote 9,1 setzte sich der imposante Dunkelbraune an die Spitze des WM-Feldes. Seine Einzelnoten: 9,7 für den Trab, 8,7 für den Schritt, 8,8 für den Galopp und die Durchlässigkeit und 9,5 für die Perspektive. Der kommentiere Richter Knut Danzberg schwärmte: „Das Pferd ist so gut ausbalanciert in der Trabarbeit, wir haben sehr viel Elastizität und Engagement gesehen.“ Danzberg hob den Bewegungsfluss, die Schubkraft und die Bereitschaft zur Lastaufnahme im Trab hervor. Er lobte den Schritt und den Galopp und war begeistert von der Durchlässigkeit des Pferdes, grinsend ergänzte der Richter: „Es gab nur einen kleinen Moment, in dem wir bei der Durchlässigkeit etwas abziehen mussten, das war der kleine Kick in dem einen fliegenden Wechsel.“ Mit der 9,5 sprach das ganze Richterteam sprach dem neuen Weltmeister eine erstklassige Zukunftsperspektive aus.

Vize-Weltmeisterin Dizzy unter 
Merita Hagren 
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Vize-Weltmeisterin Dizzy aus Dänemark

Vizeweltmeisterin Dizzy ist eine Tochter des Hesselhøj Donkey Boy, aus einer Blue Hors Zack-Mutter gezogen von Hesselhøj.dk ApS und im Besitz von Helgstrand Dressage. Seit gut sechs Jahren reitet Merita Hagren im Stall Helgstrand und kennt Dizzy sehr gut. „Sie ist so ehrlich und gibt jeden Tag ihr Bestes – nicht nur zu Hause, auch in der Prüfung. Sie strahlt jeden Tag, sie ist meine absolut beste Freundin. Es ist, als ob sie mit einfach an die Hand nimmt und sagt: ‚Mami, let’s do this!‘ Sie ist ein YES-Girl.“ Es sprudelte nur so aus der Reiterin heraus, als sie von den inneren Werten ihrer Fuchsstute sprach, aber auch der „enorme Donkey Boy-Schritt“ sei fantastisch ebenso wieder vollkommen natürliche Trabablauf. Für den Schritt bekam die Vize-Weltmeisterin eine ausgezeichnete 9,5, 9,0 für die Perspektive, 8,8 für die Durchlässigkeit, 8,5 für den Trab und 8,3 für den Galopp, so erhielt Dizzy die Endnote 8,82.

Sir Gribaldi unter Beatrice Arturi
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Bronze für Hannoveraner Sir Gribaldi

Die Endnote 8,64 bedeutete für den Hannoveraner Hengst Sir Gribaldi die Bronzemedaille. Beatrice Arturi reitet den Secret-Sohn, seitdem er drei Jahre alt war. „Er ist zwar ein Deckhengst, aber er ist so süß. Er hat ein goldenes Herz.“ Der Bronzesieger ist gezogen aus einer All Inclusive-Mutter von der Zuchtgemeinschaft Aronis und Janßen und im Besitz des Gestüts Sprehe.

„Die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde sind über viele Jahre hier in Verden ausgetragen worden“, betont der Präsident der Weltpferdezuchtverbandes für Sportpferde (WBFSH), Jan Pedersen. „Hier in Verden hat sich das Event entwickelt und ist gewachsen. Deswegen habe ich eine besondere Schwäche für Verden. Es ist wirklich schön hier zu sein. Die Organisation war immer gut, aber ich habe das Gefühl, es wird in jedem Jahr noch ein bisschen besser.“

 

„Wie Kinder im Süßwarenladen“

Das Fazit von Richter Knut Danzberg nach dem WM-Finale der Sechsjährigen:

Schon letztes Jahr sagte einer meiner Kollegen, dass das Richten der Finals bei Weltmeisterschaften, ein bisschen so ist, als würden Kinder einen Süßwarenladen betreten. Man liebt einfach jedes Pferd. Und dann macht es wirklich Spaß, diese hohe Qualität zu bewerten. In der Altersklasse der Sechsjährigen haben wir große Unterschiede in den Prüfungen. In der Qualifikation sind es nur zwei fliegende Wechsel. Wenn also einer nicht gelingt, denkt man: „Okay, das war einfach nur heute so.“ Wenn im Finale zwei Wechsel in eine Richtung nicht klappen, gibt es vielleicht ein Problem. Außerdem haben wir in der Finalprüfung die Schrittpirouetten, und wir haben vor den Schrittpirouetten eine Versammlung verlangt. Das ist ebenfalls eine Neuerung gegenüber der vorherigen Prüfung, in der nur mittlerer und starker Schritt verlangt wurden. Ich bin daher ziemlich überrascht, dass dieselben Pferde wie in der ersten Prüfung heute auf dem Podium sind. Gerade bei den Sechsjährigen ändert sich leicht etwas von der ersten zur zweiten Prüfung. Und jede Prüfung ist jeden Tag bei jedem Pferd anders, besonders aber bei den jungen Pferden.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.verdenyh.com