Semmieke: “Ich fiebere mit!”

Die finale Vorbereitung der deutschen Dressurreiter für die WM in Aachen, läuft: In Warendorf bereitet sich das deutsche Dressurteam drei Tage lang auf die WM vor. Mit dabei: Semmieke Rothenberger und Farrington als Reservepaar.

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Das Team für Aachen im Trainingslager in Warendorf.
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Heute, Samstag, reist die Mannschaft nach Aachen, am Dienstag beginnt der Mannschaftswettbewerb. Das Ziel ist laut Bundestrainerin Monica Theodorescu klar: Gold mit dem Team.
Wer die Arbeit in Warendorf verfolgt, erkennt schnell: Mannschaftserfolg entsteht nicht allein aus den Leistungen der vier Paare im Viereck. Er ist das Ergebnis eines Zusammenspiels vieler Menschen, die teils abseits der Öffentlichkeit ihren Beitrag leisten. Zu diesem Team gehören neben Bundestrainerin Monica Theodorescu und Co-Bundestrainer Hendrik Lochthowe, auch Equipechef Klaus Roeser, Mannschaftstierärztin Dr. Anna Rötting und Pferdephysiotherapeutin Meike Geier sowie die Pfleger und Pflegerinnen der Pferde. Jeder von ihnen trägt Verantwortung dafür, dass die Pferde mit ihren Reiterinnen und Reitern ihre Leistung im entscheidenden Moment abrufen können.

Rolle zwischen Geduld und Einsatzbereitschaft
Eine besondere Rolle kommt dabei dem Reservistenpaar zu. Auch wenn die 26-jährige Semmieke Rothenberger und ihr Farrington nicht für den Mannschaftswettbewerb gesetzt sind, müssen sie jederzeit startbereit sein. Sie sind ebenfalls seit Mittwoch dieser Woche in Warendorf und reisen ebenfalls am Wochenende Richtung Aachen.
„Ich bin sehr dankbar, dass ich dank meines Pferdes hier sein darf“, sagt Semmieke Rothenberger. Für die 17-fache Europameisterin steht das gemeinsame Ziel im Mittelpunkt. „Ich fiebere mit und drücke die Daumen, dass die vier eine Goldmedaille mit nach Hause bringen. So nah dabei zu sein und das Team unterstützen zu können, ist für mich ein großes Glück.“ Dabei sieht sie vor allem die Chance, sich gemeinsam mit ihrem Pferd Farrington weiterzuentwickeln.

Das Reservepaar: im Dienst der Mannschaft
Die Aufgabe eines Reservepaares verlangt ein hohes Maß an Professionalität. Pferd und Reiter absolvieren dieselbe Vorbereitung wie die nominierten Teammitglieder, ohne die Gewissheit zu haben, tatsächlich zum Einsatz zu kommen. Gleichzeitig sind sie Teil der Mannschaft, bringen Erfahrung ein und tragen zum Zusammenhalt innerhalb der Gruppe bei. „Diese gemeinsamen Tage sind für eine Mannschaft enorm wertvoll. Hier entsteht Austausch auf allen Ebenen: zwischen Reitern, Pflegern, Trainern, Tierärztin und Physiotherapeutin. Man lernt voneinander, spricht über die Pferde, Erfahrungen und neue Ideen. Genau daraus entwickelt sich das Teamgefüge, das bei großen Championaten oft den Unterschied macht.“ Für Bundestrainerin Monica Theodorescu liegt darin ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Erfolg entstehe nicht ausschließlich durch das, was im Viereck sichtbar werde. Ebenso wichtig seien Vertrauen, Verlässlichkeit und ein Umfeld, das den Sportlern den Rücken freihält.

Diese Haltung prägt die Tage in Warendorf. Die Vorbereitung konzentriert sich nicht nur auf die engmaschige Betreuung der Pferde mit jeder Menge Wohlfühlprogramm, auf das Training mit Videoanalysen, auf den letzten Feinschliff an einzelnen Lektionen, sondern auch auf das Miteinander. Denn gerade bei einer Weltmeisterschaft kann ein geschlossenes Team den entscheidenden Unterschied machen.

Quelle: Pferdesport Deutschland/sag