„Der teuerste Champagner der Welt!“
Zwei neue Louisdor-Finalisten stehen fest: Henriettenhof’s Kinshasa OLD und Gidday.
Foto oben: Die Sieger Franz Trischberger und Kinshasa samt ihrer Kinder-Eskorte aus der Siegerehrung
Franz Trischberger und Henriettenhof’s Kinshasa OLD haben die dritte Etappe des Louisdor-Preises 2026 gewonnen. Auf dem Birkhof in Donzdorf punktete das Paar mit 72,255 Prozent. Platz zwei ging an Carlos Manuel Valerio Caetano und Gidday mit 70,979 Prozent.

Die Louisdor-Sieger von Donzdorf: Franz Trischberger und Kinshasa OLD.
© D. Matthaes
„Die Prüfung war technisch schon sehr ausgereift“, lobte Fachkommentator Dr. Dietrich Plewa. „Die Pirouetten waren schön gesetzt und ausbalanciert und insgesamt konnte der Reiter die Lektionen sehr genau reiten. Im Schritt hätte das Pferd noch mehr loslassen können, aber das war ein kleiner Wermutstropfen in einem sonst gut gefüllten Glas Wein.“ Trischberger selbst strahlte: „Für mich ist sie der teuerste Champagner der Welt! Ich liebe dieses Pferd über alles, ich würde für sie mein letztes Hemd geben. Und ich glaube, das merkt man auch. Ich muss nicht viel einwirken, sie vertraut mir – ich bin einfach nur glücklich. Glücklich, dass ich dieses Pferd jeden Tag reiten darf.“
Es war die Züchterin selbst, Alexandra Montkowski, die den ‚glücklichen Franz‘ nahezu überredet hatte, die Stute zu nehmen. „Ich habe in ihrem Stall ein anderes Pferd für eine Kundin gekauft“, erzählt Franz Trischberger. „Ein paar Wochen später hat sie mich angerufen, ob ich nicht auch Kinshasa haben möchte. Sie meinte, das könnte passen mit uns. Aber ich hatte keinen Platz im Stall. Ein halbes Jahr später hat sie wieder angerufen, ich bin nach Norddeutschland geflogen, habe Kinshasa ausprobiert und bin jetzt überglücklich, dass ich das gemacht habe.“ Es ist das erste Pferd, mit dem der Profiausbilder aus Bayern am Louisdor-Finale teilnehmen wird.

Das 2. Finalticket ging in Donzdorf an Gidday unter Carlos Valerio Caetano
© D. Matthaes
Das zweite Finalticket sicherte sich in Donzdorf der Portugiese Carlos Manuel Valerio Caetano mit dem neunjährigen Grey Flanell-Sohn Gidday (Z.: Ulrike Rahn). „Das Pferd hat eine sehr gute Piaff-Passage-Tour, das Pferd fußt unheimlich ab, federnd und taktsicher, auch in den Übergängen”, lobt Plewa. “Alles in allem war das eine sehr routinierte Prüfung für ein neunjähriges Pferd mit unheimlich viel Schwungentfaltung und schön gesetzten Pirouetten mit deutlicher Hankenbeugung.“ Lediglich in den beiden Galoppverstärkungen hätte er sich noch etwas mehr Risiko gewünscht.
Die Louisdor-Etappen 2026:
- Hagen
- Imo Pectore unter Frederic Wandres – 71,809 %
- Szechuan unter Dr. Annabel Frenzen – 71,149 %
- Hamburg
- Maxi Kraft’s Barcelo OLD unter Dorothee Schneider – 72,851 %
- Majestic Taonga unter Lisa Wernitznig – 71,383 %
- Donzdorf
- Henriettenhof’s Kinshasa OLD unter Franz Trischberger – 72,255 %
- Gidday unter Carlos Manuel Valerio Caetano – 70,979 %
Die nächste Etappe steht vom 4.-6. September in Pinneberg auf dem Anakenenhof in Programm, danach folgt noch Guxhagen-Dörnhagen (8.-11. Oktober). Das Finale findet im Dezember in Frankfurt statt.
HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen.


