Viva rockt Wien
Es war die dritte Kür seines Lebens, das erste Mal mit Schlosskulisse, das erste Mal im Flutlicht – und der Zehnjährige hat brilliert: Mit 86,565 Prozent hat Viva Gold OLD unter Isabell Werth die Kür in Wien gewonnen.
Platz zwei und drei gingen – mit gehauchtem Abstand – an U25-Kür-Europameister Moritz Treffinger mit Cadeau Noir und Katharina Hemmer mit Special Gold PCH.
Alle Fotos: © Petra Kerschbaum/EQWO

Viva Gold – wie gemacht für Schlosskulisse!
Foto: © Petra Kerschbaum/EQWO
Wie schon in Hamburg, das war seine Kür-Premiere, und Balve tanzte Weihegold-Enkel Viva Gold seine Schlusslinie mit Piaffen und Passagen zu ‘Sweet Caroline’ zum Schlussgruß. Die Wiener klatschten mit und erhoben sich zu Standing Ovations. Isabell Werth pfiff, strahlte und sang mit. Dieser Hengst ist ein absolutes Ausnahmetalent. Die anspruchsvolle Choreographie zu den Hits des US-amerikanischen Singer-Songwriters Neil Diamond meisterte der Oldenburger Hengst nahezu mühelos – ein ganz kurzes Erschrecken bei A im Galopp, ein winziges Zögern vor einer der Pirouetten, aber jedes Mal ist er sofort wieder voll da. Lastaufnahme ist sein zweiter Vorname, Ausdruck und Abfußen in Pi und Pa ebenso. Ein sehr schöner Moment war außerdem der Übergang in den starken Schritt: Durchparieren und ein sofortiges maximales Herandehnen an die Hand. Und es gibt noch immer Luft nach oben: in den Trabverstärkungen darf er, wenn er noch kräftiger und sicherer geworden ist, noch großzügiger zum Durchschwingen kommen. Die Wechseltouren waren fehlerfrei, aber auch die dürfen noch etwas lässiger und großzügiger werden. Das Seitenbild ist nahezu durchgehend sehr gut, ab und an darf sich der Ausnahmehengst sogar noch ein wenig souveräner in der Selbsthaltung tragen. Kleine Stellschrauben, die mit noch mehr Kraft, Routine und Feinstabstimmung reifen werden.
Und dann kommt der nächste wunderbare Moment: Völlig entspannt und sehr zufrieden verlässt der Hengst am hingegebenen Zügel das Schloss-Viereck. Er war gut, sehr gut – und er weiß es!

Abklatschen mit Trainer Götz Brinkmann.

Das Team hinter IW und Viva Gold: Stella Muhle, Götz Brinkmann und Madeleine Winter-Schulze.

Zwei, die Spaß vor dem Schloss zelebrierten: Isabell und Viva Gold

Genussmoment für Pferd und Reiter: Viva Gold liebt seine Schlossbühne.
Super knapp war die Entscheidung um Platz zwei und drei in Wiens Kür. Am Ende hatte Europameister Moritz Treffinger mit seinem EM-Gold-Kollegen Cadeau Noir die Nase knapp vorne. Sein Ergebnis: 76,630 Prozent. Direkt gefolgt von Katharina Hemmer und Special Gold PCH mit 76,080 Prozent. Während Cadeau Noir schon als erfahrener Kür-Spezialist gelten darf, war es für den zehnjährigen Weihegold-Sohn Special Gold, alias Spezi, die Kür-Premiere. Dafür hatte er sich von Stallkollege und Mannschafts-Weltmeister Denoix die neue Kür zur Musik der norwegischen Popgruppe a-ha geliehen. Und er hat das top gemacht – samt 21 Einerwechseln und auf der Schlusslinie noch Zweier- und Einerwechsel direkt aneinander gehängt. Das gab ein dickes Stolzküsschen von Reiterin Katha Hemmer.

Platz zwei in Wien für das eingespielte Team: Cadeau Noir und Moritz

Dritte in Wien mit der geliehenen Kür zur Premiere: Spezi und Katharina
HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen der Wiener Kür


