Neumünster mit drei Jungs
Juliane Brunkhorst feiert eine Premiere in Neumünster, bringt ihren noch weiter gereiften Alleskönner mit und eine Zukunftshoffnung mit wenig Turniererfahrung. Und außerdem wollten wir wissen: Was macht Aperol?
Junge Nummer 1 – Fürst Enno, der Rockstar
Es wird eine Premiere für Fürst Enno – Er wird in den Holstenhallen zum ersten Mal bei einer Weltcup-Kür an den Start gehen. Ausbilderin und Reiterin Juliane Brunkhorst strahlt: „Das ist aufregend!“ Der 13-jährige Sohn des Fürst Romancier (Z.: Astrid Brabant-Stahl, Bes.: Ira Welding) ist noch recht unerfahren auf internationalem Kür-Parkett, im vergangenen Jahr hat er seine internationale Kür-Premiere in Görlitz gefeiert und war dann noch mal im Dezember in Aarhus am Start. „Wir haben im vergangenen Jahr mit Drei-Sterne-Turnieren international erst begonnen. Er wächst da immer noch rein. Fürst Enno hat auch noch keine eigene Kür. Ich habe eine Kür, die ich schon hatte, für ihn etwas angepasst, das klappt sehr gut. Und die Musik im klassischen Stil passt auch richtig gut zu ihm, finde ich.“ Enno war schon mal in den Holstenhallen und kam mit der besonderen Nähe des Publikums und der Atmosphäre bisher sehr gut zurecht. „Er ist schon ein Rockstar und liebt die Bühne!“

Fürst Enno, der Rockstar
(©Brit Placzek)
Junge Nummer 2 – DSP Diamante Negro, der Alleskönner
Den zehnjährigen DeLorean-Sohn DSP Diamante Negro (Z.: ZG Krohn und Dötschel, Bes.: Dr. Janna Alpers) hatte Juliane Brunkhorst im vergangenen Jahr für das Finale des Louisdor-Preises in Frankfurt qualifiziert. In der Frankfurter Festhalle konnte das Paar nicht ganz zeigen, was in ihm steckt. „Diamante ist so gut drauf und hat Ende Januar in Elmshorn im Grand Prix über 72 Prozent bekommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir seine tolle Form auch in der Holstenhalle präsentieren können.“ Sie habe nach dem Finale in Frankfurt noch Kleinigkeiten verändert und sei sehr gespannt, wie sich das in Neumünster auswirkt. Burg-Pokal-Finalist, Louisdor-Finalist, ein Pferd, dem nichts schwerfällt, so Brunkhorst. „Er hat immer alles, was in einer Altersklasse verlangt wird, mühelos ‚abgeliefert‘.“

DSP Diamante Negro, der Alleskönner
Archivfoto © www.sportfotos-lafrentz.de
Junge Nummer 3 – DSP Masterpiece, der Hochtalentierte (noch mit wenig Erfahrung)
DSP Masterpiece (11j.) ist zwar nicht der Jüngste im Trio, aber der Unerfahrenste. Der Millennium-Sohn (Z.: Horst Füllmich, Bes.: Birgit Madsen) war Ende Oktober 2025 in Schenefeld das erste und bisher einzige Mal mit Juliane Brunkhorst auf einem Turnier am Start. In einer Ein-Sterne-S siegte das Paar mit 72,738 Prozent. „Ich freue mich sehr auf dieses Pferd und dass es diese Saison jetzt richtig mit ihm losgeht.“ Er habe unheimlich viel Talent, auch für Piaffe und Passage, und sie verspreche sich sehr viel von ihm. Wie der noch unerfahrene Turnierathlet in der Holstenhalle reagieren wird? „Das werden wir sehen. Es ist für mich auch immer wieder spannend, wie die Pferde sich in einer so besonderen Atmosphäre präsentieren. Man wächst mit seinen Aufgaben“, lacht Brunkhorst.

DSP Masterpiece, der Hochtalentierte
Foto: © privat
Und was macht eigentlich Aperol?
Vor einem Jahr hat man Ampere-Sohn Aperol (Z. und Bes.: Heidi Blohm) das letzte Mal auf einem Turnier gesehen. Betrachtet man die Erfahrungs- und Erfolgsbilanz ist er die Nummer eins im Stall von Brunkhorst – bis hin zu Weltcup- und Fünf-Sterne-Turnieren hat er bereits Schleifen gesammelt. „Aperol hatte eine Hufverletzung“, erzählt sie. „Das war ziemlich langwierig, aber Ende des Jahres haben wir wieder mit dem Reiten begonnen, sind jetzt in der Aufbauphase und ich freue mich unheimlich, wenn wir in der Grünen Saison wieder mit ihm durchstarten können.“

Bald wieder am Start: der 15-jährige Grand Prix-Sieger Aperol
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