“Ich bin richtig beseelt!”
Mit einem personal Best haben Laura Strobel und Sisters Act MT OLD die Fünf-Sterne-Kür in München gewonnen. Ihr Ergebnis: 77,795 Prozent.
Vor zweieinhalb Jahren hat die 33-Jährige die nun 14-jährige Stute im Besitz von Elisabeth Max-Theurer von Dorothee Schneider übernommen, hat im Oktober 2024 das erste internationale Grand Prix-Turnier mit ihr bestritten und direkt den Grand Prix gewonnen. Ein Jahr später, im Oktober 2025, sind die Beiden ins internationale Kürgeschehen eingestiegen: Platz zwei in Leeuwarden mit 76,735 Prozent. München war ihr erster Fünf-Sterne-Auftritt und den haben sie mit einem personal Best in der Kür vergoldet.
Platz zwei ging an Lisa Müller mit Gut Wettlkam’s D’Avie FRH und 76,165 Prozent vor Yara Reichert und Springbank mit 74,770 Prozent.

Im energiegeladenen Wohlfühlmodus: Sisters Act unter Laura Strobel in München.
© Pferd International
Laura Strobel nimmt uns sehr persönlich mit durch ihr Kür-Erlebnis auf ‚Sissy‘ in München!:
„Ja, wir sind ganz, ganz stolz und ich bin richtig beseelt, dass das so geklappt hat. Sissy hat sich ganz, ganz, ganz toll reiten lassen. Es war ein bisschen so wie wir das auch zu Hause können –gerade Piaffe und Passage. Klar waren immer noch der eine oder andere Fehler drin, aber das war mir dann fast egal, weil das Gefühl so toll war. Es war richtig krass, so muss das sein. Wenn man das Gefühl und den Ablauf vom Training mitnehmen kann in die Prüfung, ist das etwas ganz Besonderes.
Ich habe mich zum Beispiel über die letzte Piaff-Pirouette so, so, so gefreut. Sie hat sich unfassbar angestrengt und dann war ich etwas überschwänglich mit meinem Loben, woraufhin sie sie angaloppiert ist. Aber das war in dem Moment nicht wichtig. Grundsätzlich hat sie sich extrem wohlgefühlt. Bei ihr ist das Selbstbewusstsein häufig ein Thema, aber in München wollte sie sich zeigen, nach dem Motto: ‚Hey, ich bin ein ganz, ganz tolles Pferd, guckt mal alle!‘ So habe ich es geschafft, dass sie in ihren Modus kam und diese positive Anspannung hatte, im Grunde wir beide.
Grundsätzlich reite ich sehr gerne in München. Das Turnier ist ganz besonders, schon allein, weil extrem viele Zuschauer da sind und direkt am Abreiteplatz sitzen. Es haben uns auch Menschen beim freien Training angesprochen und gesagt, wie schön das aussieht. Das finde ich unfassbar toll, dass es Menschen gibt, die auf einen zukommen und so ein Feedback geben.
Ich bin einfach froh, dass ich dieses tolle Pferd reiten darf und jetzt zeigen konnte, was in ihr steckt. Es ist diese Kunst, es auch aufs Tablett zu bringen und nicht nur zu Hause Trainingsweltmeister zu sein. Und es hat uns einfach stolz gemacht, dass wir das in München geschafft haben – dieses Gefühl von Tanzen und Leichtigkeit. Das hat nichts mit körperlicher Anstrengung zu tun, sondern ich konnte mich ‚tragen lassen‘. Das war richtig cool.“
HIER geht es zu den gauen Ergebnissen aus München.


