Dressur-Derby ohne Pferdewechsel
Die Entscheidung ist gefallen: In Hamburg wird das Deutsche Dressur-Derby 2026 erstmals ohne Pferdewechsel ausgetragen.
Das 66. Dressur-Derby wird in der Fünf-Sterne-Tour als kombinierte Wertung entschieden – kombiniert bedeutet, dass die Ergebnisse aus dem Fünf-Sterne-Grand Prix und der Fünf-Sterne-Kür zusammen gewertet den Derbysieger ermitteln.

Isabell Werth – war 2025 mit Viva Gold OLD in Hamburg und hat sich auch für 2026 wieder angekündigt. (© Thomas Hellmann)
„Es gibt drei Gründe, warum wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben“, erklärt Turnierchef Matthias Rath. „Die Rückmeldungen der Reiter, die der Zuschauer und die Beobachtungen der vergangenen Jahre.“ Es gibt einige Reiter, die ausgesprochen gerne Prüfungen mit Pferdewechsel reiten, aber das ist heutzutage die deutliche Minderheit. „Zudem war der Zuspruch der Reiter schon in unserem ersten Jahr in Hamburg mit dem Fünf-Sterne-Angebot enorm“, fährt Rath fort. „Isabell Werth war da, Ingrid Klimke war da – um nur zwei herausragende Namen zu nennen – und beide haben bereits angekündigt, dass sie auch 2026 Hamburg wieder in ihre Planungen einbeziehen wollen, beide voraussichtlich mit ihren Toppferden Wendy und Vayron.“
Dennoch wird in Hamburg neben der Fünf-Sterne-Tour auch weiterhin die Drei-Sterne-Tour mit Grand Prix und Grand Prix Special ausgeschrieben, der Louisdor-Preis macht erneut Station in Hamburg und in der Kleinen Tour mit Prix St. Georges und Intermediaire I können sich unter anderem die Pferde präsentieren, die auf dem Sprung zum Grand Prix sind. „So haben wir das Prüfungsangebot für die Reiter sehr breit aufgestellt“, erklärt Rath. „Die Reiter können jetzt zwei Grand Prix-Pferde mitbringen und wer bisher die Derby-Tour geritten hat, hat weiterhin die Chance, in Hamburgs Drei-Sterne-Tour zu reiten.“

Matthias Rath – neue Wege im Dressur-Derby.
© www.sportfotos-lafrentz.de
Einschnitt in die Geschichte
„Wir sind uns durchaus bewusst, dass diese Änderung einen Einschnitt in die Geschichte des Deutschen Dressur-Derbys bedeutet“, betont Rath, „Wir haben uns die Entscheidung überhaupt nicht leichtgemacht. Aber nach Abwägung aller Aspekte sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass das Derby mit Pferdewechsel vielleicht nicht mehr optimal in die heutige Zeit passt. Ich halte den Pferdewechsel immer noch für eine äußerst spannende und interessante Prüfungsform, aber im Rahmen des Dressur-Derbys wird es nun in der Fünf-Sterne-Kombinationswertung ausgetragen.“
Wie gehabt wird der Derbysieger am Derby-Sonntag gekürt, am Sonntag steht die Fünf-Sterne-Kür auf dem Programm. Die Reiter der Fünf-Sterne-Tour können wie im vergangenen Jahr entscheiden, ob sie nach dem Grand Prix am Freitag, entweder den Grand Prix Special am Samstag oder die Grand Prix Kür am Sonntag als zweite Prüfung wählen.
„Ich bin unheimlich gespannt, wie unser neuer Dressur-Derby-Modus angenommen wird“, so Rath. „Und wer am Sonntag die Ehrenrunde mit dem Blauen Band als Derbysieger anführen wird.“


