„Das kann ein sehr spannendes Finale werden…“

Mindestens 73,951 Prozent – das ist der Stand der Dinge im Nürnberger Burg-Pokal aktuell. Aber noch ist nicht klar, ob die knapp 74 Prozent für einen Finalstart ausreichen…

Am kommenden Wochenende steht in Darmstadt-Kranichstein die vorletzte Etappe des Burg-Pokals auf dem Programm und zugleich die letzte Outdoor-Etappe. Danach kommt noch die letzte Qualifikationsmöglichkeit für das Finale beim Hallenturnier in Guxhagen-Dörnhagen.

Der Kranichsteiner Vorjahessieger Bon Courage unter Thomas Schulze. Sieg 2025 mit 74,341 %.
Foto: © Rainer Dill

Zwischenbilanz mit Eindrücken der Cheftrainerin

Nach sechs von acht Etappen des Nürnberger Burg-Pokals 2026 kristallisiert sich ein sehr gleichmäßiges und starkes Finalfeld heraus. Die sechs Sieger der bisherigen Etappen haben sich mit Wertnoten zwischen 76,00 und 74,293 Prozent ihren Finalplatz in der Frankfurter Festhalle gesichert. Die vier besten Zweitplatzierten liegen bisher zwischen 73,951 und 74,683 Prozent. „Das zeigt, dass wir sehr gute Nachwuchspferde haben und unsere Ausbildung sehr gut ist“, freut sich Cheftrainerin Monica Theodorescu. „Das finde ich toll. Das kann ein sehr spannendes Finale werden, auch wenn wir jetzt noch nicht alle Finalisten wissen.“ Die Prozente, die über die Saison erritten worden seien, so die Cheftrainerin, sprächen einerseits für die Qualität der Pferde, andererseits für die sehr gute, korrekte und pferdegerechte Ausbildung. „Und keins der Pferde, die sich gut platziert haben, wurde durch zu viele Starts überfordert.“

Platz zwei in Kranichstein 2025 mit 74,171 Prozent – Manolo FRH unter Borja Carrascosa – und damit das Finalticket.
Foto: © Rainer Dill

Pferde zwischen sieben und neun Jahren sind in der Regel noch wenig bei Hallenturnieren am Start gewesen. So mag einerseits die letzte Outdoor-Möglichkeit eine gute Gelegenheit sein, sich noch einen Finalplatz zu sichern, andererseits bietet Guxhagen danach die Gelegenheit, den Pferden Hallen-Atmosphäre näher zu bringen. „Frankfurt ist natürlich eine Halle, die den jungen Pferden viel abverlangt“, erklärt die Cheftrainerin. „Aber Pferde lernen das, wenn man sie vernünftig heranführt.“ Guxhagen sei von der Atmosphäre nicht mit Frankfurt vergleichbar, aber es könne durchaus Sinn machen, mit den Nachwuchspferden dort noch einmal die Burg-Pokal-Aufgabe zu reiten. „Das muss natürlich jeder Reiter für sein Pferd selbst entscheiden.“ Ob es geholfen habe, wisse man nach Frankfurt, fügt Theodorescu augenzwinkernd an.

Alle Burg-Pokal-Etappen sind mit dem Nürnberger Burg-Pokal Führzügelwettbewerb kombiniert, dieses Jahr ausgeschrieben für Kinder der Jahrgänge 2018 bis 2022. „Ich finde, dass die Führzügelklasse absolut dazugehört. Eine ganz tolle Sache“, betont Monica Theodorescu. „Natürlich geht es vor allen Dingen erst mal um das Spielerische und nicht um den Wettkampf. Es geht um den Umgang mit dem Tier und nichts ist normaler, als sich draufsetzen zu wollen.“

Monica Theodorescu: “Das ist eine reelle Finalaufgabe.”
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Wie in jedem Jahr wird sich Theodorescu auch im kommenden Dezember das Finale in Frankfurt nicht entgehen lassen. „Häufig haben wir schon nach der Trabtour gedacht, den Sieger gesehen zu haben. Aber diese Aufgabe ist eine reelle Finalaufgabe: Sie zeigt die Grundgangarten, aber genauso fordert sie auch das technische Reiten und die vertrauensvolle Kooperation von Pferd und Reiter. Da kann sich auch auf der letzten Mittellinie noch einmal das Blättchen wenden. Gerade diese Schlusslinie hat viel mit guter Ausbildung und Vertrauen zu tun. Wem auch das gut gelingt, der kann sich über eine vordere Platzierung freuen.“

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Qualifikationen & Finalisten – Nürnberger Burg-Pokal 2026
• Horses & Dreams Hagen a.T.W. – Patrik Kittel und J’Adore Dior H mit 75,512%
• Pferd International München-Riem – Sabina Schrödter und Feine Bella NRW mit 74,732%
• Longines Balve Optimum – Bianca Nowag-Aulenbrock und Sky mit 74,463%
• Görlitzer Summerweeks Rosenhof Görlitz – Dorothee Schneider und Valerie mit 74,293%
• Elmloher Reitertage – Bernadette Brune und San To Alati FRH mit 74,415%
• Schäftlarn / Fichtenhof Classic – Sina Aringer und Dalma Sia Ballante mit 76,000%
• Darmstadt-Kranichstein 17.09. – 20.09.2026
• Guxhagen-Dörnhagen 08.10. – 11.10.2026
Finale: Internationales Festhallen Reitturnier Frankfurt 16.12. – 20.12.2026

Rangierung der punktbesten Zweitplatzierten nach sechs von acht Qualifikationen:
• Raphael Netz und Glamourdoc mit 74,683% (Fichtenhof Classics, Schäftlarn)
• Frederic Wandres und Fänomen de Malleret mit 74,463% (Horses & Dreams Hagen a.T.W.)
• Nicole Grosch und Visser’s Hit Valeria VEC OLD mit 74,049% (Pferd International München-Riem)
• Franziska Haase und Alissimo mit 73,951% (Elmloher Reitertage)

HIER gibt es weitere Infos zum Nürnberger Burg-Pokal.