Back für Good und Veuve Clicquot zum Louisdor-Finale

„Wie Phönix aus der Asche“ – so hat es Isabell Werth ausgedrückt. Es war sein erstes Drei-Sterne-Turnier, seine allererste Inter II, sein erster Louisdor-Grand Prix und das erste gemeinsame Turnier mit Isabell Werth. Der neunjährige Back for Good hat rundum für Furore gesorgt, beide Prüfungen mit weit über 75 Prozent gewonnen und sich heute auf dem Anakenenhof in Pinneberg das Finalticket für den Louisdor-Preis verdient – mit der höchsten Note der laufenden Saison bisher – 75,468 Prozent.

Back for Good – aus der ‘Asche’ zum Sieg!
© H.L.

Co-Bundestrainer Hendrik Lochthowe sprach von einem hocheleganten Dressurpferd mit Stärken in Piaffen und Passagen, von Zweierwechseln mit sehr viel Ausdruck und einem Pferd, auf das man sich in Zukunft freuen kann.

Einst kam der Ben Benicio-Sohn, aus einer Quando-Quando-Mutter gezogen von Uwe Ogonowski und im Besitz der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse, zur Ausbildung in den Stall Werth. Damals noch als Hengst und mit dem Ziel, verkauft zu werden. Vor zwei Jahren hat Victoria Max-Theurer den Dunkelfuchs gekauft, er wurde behutsam weiter ausgebildet, ist in der Turniervorstellung in den vergangenen Jahren etwas „hinten runtergefallen“, so Werth. 2024 und 2025 ist er jeweils genau einmal am Start gewesen. „Back for Good hat das hier in Pinneberg super gemacht. Er ist ein Pferd mit außerordentlichem Talent für Piaffe und Passage, samt der Übergänge – das ist ein richtiges Grand Prix-Pferd, ein richtiges Championatspferd.“

Mit Platz zwei und damit dem zweiten Finalticket empfahl sich der achtjährige Vitalis-Sohn Veuve Clicquot FRH unter Frederic Wandres mit 73,894 Prozent. Der einstige Vize-Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde, damals unter Lars Ligus, beeindruckte Co-Bundestrainer Lochthowe durch seine „immer konstante Anlehnung“ und das spielerische Absolvieren der schwierigen Lektionen. Die Prüfung sei bestechend gewesen durch das Gleichmaß in allen Lektionen. Wandres selbst war hoch zufrieden mit Herzenspferd Ville und sprach: „Wir können die Zukunft, glaube ich, ruhig auf uns zukommen lassen.“

Der Louisdor-Preis auf dem Anakenenhof war sehr stark besetzt. Neun der elf Paare in der Finalqualifikation lagen über 70 Prozent.

HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen.

Die Louisdor-Etappen 2026:

  • Hagen
  1. Imo Pectore unter Frederic Wandres – 71,809 %
  2. Szechuan unter Dr. Annabel Frenzen – 71,149 %
  • Hamburg
  1. Maxi Kraft’s Barcelo OLD unter Dorothee Schneider – 72,851 %
  2. Majestic Taonga unter Lisa Wernitznig – 71,383 %
  • Donzdorf
  1. Henriettenhof’s Kinshasa OLD unter Franz Trischberger – 72,255 %
  2. Gidday unter Carlos Manuel Valerio Caetano – 70,979 %
  • Pinneberg
  1. Back for Good unter Isabell Werth – 75,468 %
  2. Veuve Clicquot FRH unter Frederic Wandres – 73,984 %

Die nächste und letzte Etappe steht vom 8.-11. Oktober in Guxhagen-Dörnhagen auf dem Programm. Das Finale findet im Dezember in Frankfurt statt.