¡Vamos! – Weltcup in Mexiko

Das Weltcup-Turnier in Mexiko lockt mit Rundum-Event und Ausnahme-Preisgeld. Ein Weltcup-Turnier mit etwas anderer Philosophie und von den deutschen Reitern im vergangenen Jahr genossen und gelobt.

Alle Fotos: © Lukasz Kowalski

Weltcup-Turnier in Mexiko 2025 – die Top 3: Julio Mendoza Loor (ECU), Sieger Matthias Rath und die Zweitplatzierte Ingrid Klimke  

Zweimal Gold, zweimal Silber, ein vierter und ein fünfter Platz – die Reise der drei deutschen Paare im vergangenen November zum Weltcup-Turnier nach Mexiko war überaus erfolgreich. Und alle Drei waren begeistert! Ingrid Klimke, Evelyn Eger und Matthias Rath schwärmten von den Bedingungen, von der Freundlichkeit der Menschen, der Vielfältigkeit des Programms und der herzlichen Atmosphäre.

Weltcup-Turnier mit mexikanischem Spirit!

Rath und sein langjähriger Partner Destacado FRH gewannen 2025 Doppelgold – in Grand Prix und Kür. Es wurde das letzte gemeinsame Turnier für das Paar, bevor ‚Desti‘ Lehrmeister für eine deutsche Juniorin werden durfte. „Ich hätte mir kein besseres Turnier zum Abschluss vorstellen können“, erklärte Rath.

Rath mit seiner Frau Franziska im Mexiko-Rausch.

Ingrid Klimke ist im vergangenen Jahr mit First Class nach Mexiko gereist.

Auch in diesem Jahr lädt Mexiko vom 23. bis 25. Oktober 2026 wieder nach St. Vincent zum Weltcup-Turnier. Das Motto: größer, mutiger und mit einem Gesamtpreisgeld von 350.000 Euro.

300.000 € werden allein für den Weltcup-Grand Prix und die -Kür ausgeschüttet. Damit zieht Mexiko im Preisgeld gleich mit dem Top 12 Dressage Final in Frankfurt – und bietet ungewöhnlich viel Geld im Dressursport. Warum locken die Veranstalter mit dieser immensen Summe? Die Philosophie des Veranstalterteams rund um Omar Zayrik hat eine Vision. Das Turnier soll nicht „einfach nur ein Weltcup-Turnier sein“, sie wollen eine „Bewegung schaffen“, ein dressursportliches Rundum-Event, das nicht nur in Lateinamerika, sondern weltweit für Aufsehen sorgt und neue Ideen entwickelt. Ein Weltcup-Event, das sportliche Höchstleistungen mit menschlicher Nähe und gedanklichem Austausch verbindet.

Olympiarichter Henning Lehrmann gehörte 2025 zum Richterteam in Mexiko.

Neben drei Tagen mit top Dressursport bot das Event 2025 auch Fortbildungsseminare mit Dressur-Expertin Lendon Gray (USA), Lehrgänge unter der Leitung von FEI-Tierärztin Dr. Bernarda Hinojosa zum Thema Pferdekonditionierung und von FEI-Dressurrichter Frederico Pinteus zu Bewertungsgrundsätzen sowie Meet & Greet-Termine mit Ingrid Klimke und dem belgischen Europameister Justin Verboomen. Reitmeisterin Klimke erzählte danach, wie viel Spaß ihr dieses Zusammentreffen mit den Menschen vor Ort gemacht habe. Das Interesse der Leute sei riesig gewesen, die entgegengebrachte Herzlichkeit außergewöhnlich.

Ingrid Klimke – mittendrin 🙂

„Borrowed Horses Project“

2025 war das CDI-W Mexiko die erste Veranstaltung in Amerika, die das „Borrowed Horses Project“ der FEI im Rahmen eines Weltcup-Turniers ausrichtete – eine Initiative, die Kindern und Junioren die Möglichkeit bietet, auf Leihpferden anzutreten. Die Resonanz war enorm. 2026 wird das Projekt im Rahmen des Weltcup-Turniers wiederholt. „Zu sehen, wie diese jungen Reiter, unterstützt von einer ganzen Gemeinschaft, die Arena betreten, war einer der inspirierendsten Momente, die ich je erlebt habe“, erklärt Veranstalter Omar Zayrik. „Dieses Projekt auf unseren Kontinent zu bringen, zeigt, dass Dressur uns durch Bildung und Chancen vereinen kann.“ Das Borrowed Horses Project könnte auch eine bereichernde Idee für Events in Deutschland sein.

Das mexikanische Veranstalterteam geht noch einen Schritt weiter: Sie verbinden mit ihrem Event auch die Werte Kultur, Gemeinschaft und eine Hommage an die Pfleger. Musik, Kunst und Farben verliehen der Veranstaltung im vergangenen Jahr unverwechselbaren mexikanischen Charakter – erinnern wir uns an die Bilder aus den Siegerehrungen, bei denen Ingrid und Matthias unter riesigen Sombreros hervorlachten.

Viereck-Deko a la Mexiko

Die Skulls-Auktion mit handbemalten Skulpturen des Künstlers Johan Cova brachte zudem 8.700 US-Dollar für sechs Pferdepfleger ein, deren Pferde beim Vet-Check als „am besten präsentiert“ ausgezeichnet wurden. Noch eine gute Idee, die zum Nachahmen einlädt.

Keine Frage: Das Weltcup-Turnier in Mexiko setzt ein weltweites Zeichen – mit sehr guten Bedingungen, außergewöhnlichem Preisgeld, herzlicher Atmosphäre und mexikanischer Gastfreundschaft.

Termin vormerken: 23.–25. Oktober 2026. Rancho St. Vincent, Mexiko

Weitere Infos: HIER