4. Grand Prix, 4. Sieg: Viva Gold OLD!

Werth und Viva Gold OLD – frisch und fokussiert zum Sieg beim Maimarkt-Turnier im 4*-Grand Prix. Und Werths augenzwinkernde Erkenntnis: “Das ist wie im Springen: Auch der letzte Sprung will nach Hause geritten werden.”

Zum Sieg in Mannheim: Viva Gold OLD und Isabell Werth
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„Er war gestern noch sehr frisch“, schmunzelt Isabell Werth, „deswegen bin ich super happy, dass er sich heute in der Prüfung so fokussiert hat.“ ‚Er‘ ist der zehnjährige Viva Gold OLD (Bes.: Gestüt Westfalenhof, Madeleine Winter-Schulze, Z.: Christine Arns-Krogmann). Mit 77,087 hat das Paar den internationalen Vier-Sterne-Grand Prix, den Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, beim Maimarkt-Turnier Mannheim gewonnen. Es war erst der vierte Grand Prix im Leben des Vivaldi-Sohnes. Im Galopp sei er heute noch etwas ‚wackelig‘ gewesen. Ein Fehler unterlief dem Paar am Ende der Galoppwechsel von Sprung zu Sprung. „Er wollte etwas früher anfangen als ich“, resümierte Werth, daran habe ich ihn dann noch gehindert und ich habe am Ende nicht damit gerechnet, dass der letzte Wechsel nicht kommt. Da war ich eigentlich schon zu Hause. Aber das ist wie im Springen: Auch der letzte Sprung will noch nach Hause geritten werden.“ Die ‚Marschroute‘ für den Grand Prix Special am Samstag sei klar: „Genauso wie im Grand Prix, in der Galopp-Tour noch etwas lässiger.“ Schon im Vorfeld hatte Isabell Werth ihre Begeisterung für das Maimarkt-Turnier erklärt – und für das beste Sushi-Restaurant. Genau dort war sie am Vorabend des Turniers essen. Offensichtlich die beste Vorbereitungs-Strategie.

Platz zwei ging an den ebenfalls erst zehnjährigen Will Marq (Bes.: Martin Fuchs, Z.: Marqpla) unter dem Sattel der zweimaligen Olympiateilnehmerin aus Australien, Simone Pearce. Die Beiden erreichten 72,087 Prozent mit dem vielleicht prominentesten Groom der Welt; Martin Fuchs. Der Top-Springreiter der Schweiz ist nicht nur der Lebensgefährte von Simone Pearce, er ist auch Besitzer von Will Marq. Platz drei ging an Escolar’s Emil (Bes.: Christine Wagner, Z.: Antonius Schulze-Averdiek) und den hessischen Profiausbilder Thomas Wagner. Der Escolar-Sohn ist ein Musterschüler der deutschen Nachwuchsserien: 2024 gehörte er zu den Finalisten des Nürnberger Burg-Pokals, 2025 wurde er Zweiter im Finale des Louisdor-Preises, vier Monate später trumpft er auf internationaler Bühne in Mannheim auf. Ihr Ergebnis: 70,652 Prozent.

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