Ein guter Tag für Frederic Wandres

Drei Siege, ein zweiter Platz und zwei gelungene Generalproben – das war ein guter Tag für Mannschafts-Weltmeister Frederic Wandres im slowakischen Motesice. 

„Das war schon ein sportlicher Tag“, schmunzelt Wandres. „Ich hatte immer etwa 59 Minuten zwischen den Starts – erst kam der Drei-Sterne-Grand Prix, dann der Weltcup-Grand Prix mit zwei Pferden und dann der Prix St. Georges zum Schluss.“

(Wer mehr über Wandres’ Motesice-Starter wissen möchte – HIER)

Ville findet goldene Schleifen offenbar auch sehr interessant 🙂

Veuve Clicquot FRH war bei seinem ersten langen Grand Prix am Start und hat gewonnen – mit 71,435 Prozent. „Ein achtjähriges Pferd, das zum ersten Mal Grand Prix geht, Ville ist ja auch national noch nie bei einem Grand Prix am Start gewesen, und das so abliefert – das war schon enorm. Das macht mich sehr stolz und happy.“ Er habe sicher schon ein paar Pferde ausgebildet und Grand Prix geritten, aber das klappe längst nicht mit jedem so. „Ville hatte keinen Fehler in der Prüfung, nur beim Halten war er noch etwas übereifrig und kam nicht wirklich zur Ruhe.“ Deshalb habe er sich beim Halten vor dem Rückwärtsrichten sehr viel Zeit gelassen. „Er ist dann eben fünfmal von einem auf den anderen Fuß getreten bis er ruhig stand, aber ich wollte mir die Zeit nehmen und ihm gleich diese Ruhe erklären. Ich habe einfach stillgesessen, ihn am Widerrist gekrault und gewartet – und dann stand er auch.“ Es habe genau so geklappt, wie er es im Vorfeld mit Monica Theodorescu besprochen habe: „Wir wollten Ville den Grand Prix im Viereck erklären, das haben wir gemacht und er hat schon ziemlich viel verstanden, würde ich sagen.“ Für Veuve Clicquot, Ville, ist Motesice die Generalprobe für Frankfurt, er hat sich für das Finale des Louisdor-Preises qualifiziert.

Weiter ging’s: Im Weltcup-Grand Prix von Motesice hat sich Wandres mit Fred und Verrenberg die Plätze eins und zwei gesichert. Fred hat mit 70,696 Prozent gewonnen, Verrenberg wurde mit 70,022 Prozent Zweiter. „Fred hat das gut gemacht. Im starken Galopp habe ich etwas zu viel riskiert, da hat er einmal hin und her gewechselt, ansonsten war das eine souveräne Runde mit Stärken in der Galopp-Tour.“ Es war nach Troisdorf der zweite internationale Turnierauftritt für das Paar, bisher hat Fred alle Prüfungen gewonnen. „Und dann kam der Grand Prix mit Verrenberg. Er ist mit seinen zehn Jahren ja auch noch ein junges Grand Prix-Pferd und hat wieder eine solide Runde abgeliefert. Die Jungs haben das wirklich gut gemacht.“ Durch seinen Vorsprung, wenn auch nur 0,674 Prozent, hat Fred sich damit sein Ticket für die Weltcup-Kür morgen verdient. „Ich wusste ja, dass nur ein Pferd die Kür gehen darf“, erklärte Wandres. „Deswegen haben wir mit den Besitzern besprochen, dass der bessere aus dem Grand Prix die Kür gehen darf.“

Wer die Wahl hat… Nach der letzten Prüfung stand abends noch der Soundcheck an. „Ich habe sieben oder acht CDs mit diversen Kürmusiken dabei“, grinst Wandres. „Ich habe mich aber noch nicht entschieden, welche ich nachher beim Soundcheck spiele, also welche Kür ich morgen reite.“ Das werden wir morgen erfahren…

Aller guten Dinge sind vier – bei seinem letzten Start des Tages hat Wandres Fänomen de Malleret gesattelt und den Prix St. Georges mit 72,971 Prozent gewonnen. „Für Fänomen war das sozusagen der Vorbereitungsritt für das Nürnberger Burg-Pokal-Finale“, erklärt Wandres. „Wir hatten einen versprungenen Wechsel in der Prüfung, den habe ich nicht optimal ausgelöst. Ansonsten ist er ein beeindruckendes Grundgangartenpferd und hat das auch wieder gezeigt. Ich hatte im Sommer zur Qualifikationszeit immer noch mal mit den Wechseln eine minimale Unsicherheit. Da ist er jetzt auch auf einem sehr guten Weg.”

Morgen, Samstag, beginnt um 10.40 Uhr die Weltcup-Kür in Motesice.

HIER geht es zu den genauen Ergebnissen aus Motesice.