‘Ville’ bleibt!

Der achtjährige Fuchs Veuve Clicquot FRH, alias ‚Ville‘, bleibt als Olympiahoffnung für Frederic Wandres erhalten – so verkündete es zuerst eurodressage.

Das Team bleibt erhalten: Lars Ligus, Veuve Clicquot und Frederic Wandres. © privat

Während des Hagener Turniers Horses & Dreams hat sich der taiwanesische Besitzer von ‚Ville‘, Terry Lan, mit Investor Joseph Chu (ebenfalls aus Taiwan) zusammengetan, um den Vitalis-Sohn zu sichern. Die Perspektive im Blick: L.A. 2028. Lan und Chu sind Familie Kasselmann seit langem geschäftlich verbunden. 2022 hatte Lan Veuve Clicquot auf der P.S.I.-Auktion für 510.000 Euro gekauft, seitdem hatte Wandres‘ Verlobter Lars Ligus hauptsächlich das Pferd geritten.

Veuve Clicquot ist das Lieblingspferd von Lars Ligus, er hat den Vitalis-Sohn (Z.: Josef Bramlage) 2024 zum Vize-Bundeschampion geritten. Während Ligus den Winter in Wellington verbrachte, hat Wandres im Sattel von Ville Platz genommen. Im März ging das Paar Wandres-Ville erstmals in einer Inter II an den Start und gewann mit über 72 Prozent. In Hagen startete die beiden nun erstmals in einer Louisdor-Qualifikation und gewannen die Einlaufprüfung, eine Inter II, mit fast 73 Prozent. Auf die Finalqualifikation zwei Tage später, den Louisdor-Grand Prix, verzichteten sie. „Ville hat das so toll gemacht und er ist erst acht Jahre“, erklärte Wandres. „Er ist ja ein ‚gemeinsames Projekt‘ von Lars und mir und wir zusammen, mit Trainern und Besitzern, haben beschlossen, dass wir ihn nicht überfordern wollen und deshalb die Finalqualifikation nicht reiten.“

Sieger der ersten Louisdor-Prüfung in Hagen 2026: Veuve Clicquot und Frederic Wandres.
© EQWO, Petra Kerschbaum

Der eine neue und der andere bereits bekannte Besitzer, die Herren Lan und Chu, hatten den Ritt in der Inter II in Hagen miterlebt und waren begeistert. Das war der Auslöser. „Dann haben sich die beiden entschieden, eine Besitzergemeinschaft einzugehen, um das Pferd zu halten“, erzählt Wandres im Gespräch mit dressursport.kim. „Uns gibt das jetzt natürlich ein Stück Sicherheit und Ruhe“, fährt Wandres fort. „Es ist klar, dass für Pferde wie Ville diverse Anfragen kommen. Wir arbeiten in einem Verkaufsstall, das ist normal. Jetzt wissen wir, dass das Pferd besitzermäßig auf einer guten Ebene ist und wir ihn in Ruhe weiter ausbilden können. Das ist eine tolle Sache.“ ‚Olympiahoffnung‘ sei ein sehr großes Wort. „Ich durfte schon einmal in den Genuss kommen und Olympische Spiele reiten, aber ich weiß auch, was alles dazugehört. Das sind so viele Dinge, an die man jetzt erst mal gar nicht denkt. Trotzdem hat man mit einem solchen Pferd natürlich große Ziele.“ Ville sei nicht nur ein Eyecatcher. „Er bringt alles mit, hat eine super Leichtigkeit und Einstellung. Aber er ist noch ein Grand Prix-Baby und wir wollen es ruhig angehen lassen. So werden wir es in enger Abstimmung mit Monica Theodorescu weiter planen.“

“Er hat das Talent für alles!” – Ville unter Freddy Wandres.
© EQWO, Petra Kerschbaum

Das Team direkt an Ville wird wie gehabt aus Lars Ligus und Frederic Wandres bestehen. „Lars hat das Pferd in Verbindung mit mir rundum ausgebildet. So werden wir es auch in Zukunft weiterhalten. Wir werden das zusammen machen und dann sehen, was die Zukunft bringt.