“Wir müssen auf unsere Turnierlandschaft aufpassen.”

Der Gastkommentar von Elmloher Mitveranstalter Jan Schalk, Turnierleiter Dressur, als Reaktion auf das dressursport.kim-Interview mit Veranstalter Francois Kasselmann (HIER).

 

“Definitiv richtig! Wir müssen auf unsere Turnierlandschaft aufpassen. Es gibt aber auch eine Reihe (mittlerweile leider immer weniger …) von nationalen-ehrenamtlichen- Turnieren, die u.a GP * oder ** ausschreiben. Leider ist immer wieder zu sehen und zu spüren, dass der internationale Kalender ‘dazwischenfunkt’. Auch einfach spontan. Muss jedes Turnier ein CDI sein? Ist ein CDI immer mehr wert, als ein guter nationaler Grand Prix oder St. Georges o.ä? Sind Nominierungen nur auf internationaler Ebene möglich? Ein wichtiges Rad in unserem Turniersystem sind u.a diese nationalen Turniere, die zugleich den Basissport mit integrieren. Dafür sind aber auch die Sportler wichtig. Werden immer mehr CDIs ausgeschrieben, dann bleiben diese Sportler weg und auch die unterstützenden Zuschauer, die unseren schönen Sport erleben können. Und ein Teil finanzieren. Ein Zahnrad geht ins nächste… Wir haben definitiv Hausaufgaben zu machen, um unsere Turnierlandschaft mit allen Eckpfeilern zu erhalten. Der Weg kann nicht über ein amerikanisches System gehen. Dann wird es schneller zu Ende gehen , als wir uns vorstellen könnten. Die FN ist ebenfalls gefragt, ihre Gebühren gegenüber Turnierveranstaltern zu überdenken. Man kann der Familie Kasselmann nur danken, dass sie sich so großartig und nachhaltig für unseren Sport einsetzen. Allerdings auch denen, die ihre ehrenamtliche Kraft tagtäglich einsetzen, um gegen die hohen Kosten/ Gebühren zu strampeln und weiterhin Turniere veranstalten – vom Amateuer- bis zum Spitzensportbereich.”

#immerfürunserenSport