Netz mit großartigem Reiten

15 Paare am Start, fünf davon über 80 Prozent – die Qualität der letzten Weltcup-EEtappe in ‘s-Hertogenbosch war gewaltig. Richtig gut: die Leistungen der drei deutschen Reiter am Start. Und Sven Rothenberger vor 36 Jahren…

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Raphael Netz und DSP Dieudonne mit persönlicher Bestleistung von 80,810 Prozent – Platz vier.

Dr. Svenja Kämper-Meyer und Amanyara M FRH mit einer top Runde von 77,035 Prozent – Platz sieben

Moritz Treffinger und Cadeau Noir mit immenser Verbesserung zum Grand Prix, 74,895 Prozent – Platz zehn

Mega happy: Raphael Netz mit Dieus Kür 😄
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Raphael Netz hat großartiges Reiten zelebriert. Besser hätte man den 13-jährigen Dante Weltino-Sohn DSP Dieudonne (Z.: Anton Herre, Bes.: Sonja Krall) nicht präsentieren können.Die Trabtour aus einem Guss, in vertrauensvoller, stabiler Anlehnung und immer in der Balance. Kleine Bemerkung: In der Piaffe stimmt das Seitenbild samt Hankenbeugung, das tatsächliche Lastaufnehmen dürfen die beiden noch weiter verbessern. Absolutes Highlight: die Art und Weise sämtlicher Übergänge. Eine reelle, durch den Körper arbeitende Schritt-Tour ging in eine fehlerfreie Galopp-Tour über. Die Einerwechsel dürfen noch sicherer, ausbalancierter und gerader werden, insgesamt sollte Dieu noch mehr über den Rücken im Galopp springen, aber die Entwicklung, die dieses Pferd in den vergangenen Monaten gemacht hat, ist enorm. 2022 hat Netz den hocheleganten Rappen das erste Mal im Nürnberger Burg-Pokal vorgestellt, seitdem hat er ihn ausgebildet und wunderbar reifen lassen.

“Ich bin so glücklich!” Svenja Kämper-Meyer nach ihrer Weltcup-Kür.
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Svenja Kämper-Meyer hat eine sehr harmonische, fehlerfreie Kür mit ihrer selbstgezogenen Ampere-Tochter Amanyara M FRH (Z. + Bes.: Hans-Jürgen Meyer) gezeigt. Beide sind aufs i-Tüpfelchen eingespielt. Ihre spezielle Visitenkarte: Das souverän einhändig gerittene Ende der Kür mit Passagen und Piaff-Pirouetten – Chapeau!

Deutlich fokussierter als gestern: Cadeau Noir unter Moritz Treffinger in ‘s-Hertogenbosch.
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Moritz Treffinger mag ein wenig unter seinem Startplatz ‘gelitten’ haben, er musste als Erster ins Kür-Viereck. In deutlich besserer Konzentration und Verfassung stellte er heute seinen U25-Kür-Europameister Cadeau Noir (Z.: Thomas Heuer, Bes.: Gestüt Bonhomme) vor. Diese deutliche Verbesserung spiegelte sich leider nicht ganz in den Noten wider, in der A-Note wurde das Paar zwischen 67,50 und 70,00 Prozent eingeordnet.

Der Sieg ging heute erneut an Justin Verboomen und Europameister Zonik Plus (89,205 %), Lottie Fry und Glamourdale wurden knapp dahinter Zweite (89,085 %). Drei der fünf Richter sahen Verboomen vorne, zwei Fry – persönliche Bemerkung: Ich hätte mich heute der Minderheit angeschlossen. Glamourdale ist wirklich in top Verfassung, super locker durch den Körper in toller Anlehnung. Es sind definitiv zwei Ausnahmepaare, der Sport war gewaltig, die Spannung ist wunderbar.

Vom Weltcup-Sieger zum Weltcup-Richter

Vor 36 Jahren hat der erste deutsche Reiter das Weltcup-Finale gewonnen. Damals fand das Finale schon zum dritten Mal seit der Premiere 1986 in ‘s-Hertogenbosch statt und der Sieger hieß Sven Günter Rothenberger. Mit Andiamo sicherte sich Rothenberger damals den Sieg, heute gehörte er zum Richterteam bei der Weltcup-Etappe in ‘s-Hertogenbosch.

HIER geht es zu den genauen Ergebnissen aus ‘s-Hertogenbosch.