“Mitten in einem dieser amerikanischen Filme!”
Countdown in Texas mit Gina Mutz. “Moritz ist super drauf, der hat den Jetlag weggesteckt wie nichts”, schmunzelt Gina Mutz. Gina ist die gute Seele für Fiderdance beim Weltcup-Finale in Fort Worth. Seit Oktober 2024 arbeitet die Pferdewirtin als Pflegerin auf Gestüt Bonhomme – jetzt erlebt sie ihr erstes Weltcup-Finale und noch ein paar andere Premieren 🙂

Gina und Fidel – schmusen in Texas 🤩
dressursport.kim: Es ist das erste Weltcup-Finale für Dich – wie erlebst Du es bisher?
Gina: Ich versuche einfach mal anzufangen. Das ist gar nicht so einfach bei den ganzen Eindrücken, die man hier kriegt. Ich hätte vor zwei Jahren nicht zu träumen gewagt, bei so einer Veranstaltung mal Teil eines Teams sein zu dürfen.
Ja, es ist mein erstes Weltcup-Finale, aber es ist auch mein erstes Mal Amerika. Ich habe tatsächlich schon als Kind davon geträumt, mal in die Staaten reisen zu können. Ich habe aber immer mehr oder weniger darauf verzichten müssen, weil ich wirklich Flugangst habe. Die letzten Jahre habe ich immer mal mit Kurzstreckenflügen ein bisschen ‚geübt‘ und jetzt in der Kombination mit den Pferden zu einem Weltcup-Finale fliegen zu dürfen – da stand die Flugangst natürlich hinten an. Da war die Vorfreude viel größer.
dressursport.kim: Wie war das, als Du Fiderdance nach der langen Anreise in Empfang nehmen durftest?
Gina: Ihn in Empfang zu nehmen, war total unreal. Ich bin hoch auf den LKW gegangen und als ich ihn dann gesehen habe, fit und munter nach der Reise – das war unfassbar. Das war so ein Realitätscheck, den man dann kriegt. Ich hatte echt Angst mit den ganzen Papieren und Tests und was man hier alles gebraucht hat, dass da doch irgendwas fehlt oder nicht richtig ist oder so. Und als dann alles geklappt hat und er hier in seiner Box angekommen war, das war unfassbar cool.
dressursport.kim: Wie sieht ein Texas-Tag beim Weltcup-Finale für Dich aus?
Gina: Morgens fahre ich gleich um 7 in den Stall und füttere zuerst Fidel, sonst ist die Laune bei ihm auch nicht so gut (lacht). Das ist, glaube ich, der Lieblingspart von Fidel, wenn es morgens Futter gibt. Dann gibt es erst mal Room Service und alles, was dazugehört, wir gehen spazieren und er kriegt sein Wellnessprogramm. Das genießt er auch total. Und dann kommt es darauf an, wie der Tag strukturiert ist und wie die Trainingszeiten liegen. Drumherum bauen wir den Tag auf.

Gina und Moritz – Sightseeing in Fort Worth 🤠
dressursport.kim: Wie ist Moritz drauf?
Gina: Moritz ist super drauf, der hat den Jetlag weggesteckt wie nichts. Ich habe tatsächlich ein paar Tage gebraucht, bin nachts immer aufgewacht und abends war ich super müde. Und Moritz ist einfach schlafen gegangen, hat durchgepennt bis zum nächsten Morgen und bei ihm war alles super.
dressursport.kim: Was ist bisher das Coolste in Fort Worth?
Gina: Ich kann mich gar nicht entscheiden, was hier am coolsten ist. Wobei ich schon ziemlich cool finde, dass die Leute tatsächlich mit Cowboyhut, Cowboystiefeln, Sporen und allem drumherum durch die Straßen laufen. Man halt wirklich ein Gefühl, wie mitten in einem dieser amerikanischen Filme.
dressursport.kim: Heute Abend geht es los – wie ist Deine nervliche Verfassung?
Gina: Meine Nervenlage ist eigentlich noch relativ entspannt. Ich bin optimistisch und positiv drauf. Wir waren in dieser Saison schon in tollen Arenen unterwegs, wie London, Stuttgart oder `s-Hertogenbosch. Das war alles unfassbar schön und da ist man einfach voller Optimismus, dass das jetzt auch läuft.
Schwieriger wird es tatsächlich während der Prüfung. Oft filme ich und das ist auch gut so, weil ich mich dann auf etwas konzentrieren kann. Während der Prüfung merke ich immer, wie mir der Puls in den Kopf steigt, weil ich währenddessen immer nervöser werde. Das ist für mich der schlimmste Part. Bis zum Schluss und die ganze Anspannung abfällt.
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