Horses and Dreams – wer ist dabei?

Die Horses and Dreams-Starter – mit einem besonderen Blick auf Mannschafts-Weltmeisterin Fabienne Müller-Lütkemeier, die gleich zwei selbst ausgebildete Pferde für die Vier-Sterne-Touren mitbringt und in Hagen vor genau zehn Jahren ein äußerst wichtiges ‚Aufeinandertreffen‘ erlebt hat…

Jahrelang war Horses and Dreams in Hagen das erste große Outdoor-Turnier in Deutschlands Dressur-Kalender, in diesem Jahr trafen sich schon viele Top-Dressurreiter beim Drei-Sterne-CDI Ende März in Aachen. Jetzt geht es in Hagen mit einem sehr starken Starterfeld weiter.

Vier von den sechs Olympiakader-Reitern gehen in den Vier-Sterne-Touren bei Horses and Dreams an den Start, Isabell Werth bringt zusätzlich ein Pferd für die Drei-Sterne-Tour mit. Drei Reiter haben zwei Pferde für die Vier-Sterne-Prüfungen genannt:
Sönke Rothenberger kommt mit Fendi und Matchball. 2022 hat Rothenberger auf seinem dänischen Wallach den Louisdor-Preis dominiert, im vergangenen Jahr hat das Paar in Hagen Grand Prix und Special mit 77 und 78 Prozent gewonnen. Für Matchball war Hagen 2023 das dritte Turnier mit seinem neuen Reiter überhaupt, Rothenberger hatte den Millennium-Sohn erst Ende 2022 von Stefanie Wolf übernommen.

Ingrid Klimke hat ihren Top-Partner Franziskus genannt und die zwölfjährige Fürstenball-Tochter First Class, mit der sie in diesem Jahr schon beim Weltcup-Turnier in Neumünster am Start war.

 

Fabienne Müller-Lütkemeier bringt ihre beiden Vitalis-Nachkommen mit nach Hagen.

Fabienne Müller-Lütkemeier ist die Zweite, die zwei Pferde in den Vier-Sterne-Touren dabei hat: Valencia As und Valesco. 2011 war die Mannschafts-Weltmeisterin das erste Mal in Hagen, damals 21-jährig in der Drei-Sterne-Tour mit Topstar D’Agostino. Im Jahr zuvor, 2010, hatten die beiden dreifach Gold bei der EM der Jungen Reiter gewonnen. Seit ihrer Premiere 2011 gehörte Fabienne Müller-Lütkemeier fast jedes Jahr zu den Hagen-Teilnehmern. „Hagen ist einfach immer ein besonders schönes Turnier“, erklärt die zweifache Mutter. „Da lotet man zu Beginn der Grünen Saison aus, wo man steht.“

In diesem Jahr bringt sie die beiden Vitalis-Nachkommen Valencia und Valesco mit, die sie beide dreijährig entdeckt und selbst ausgebildet hat. „Das ist natürlich ein super Gefühl, beide selbst ausgebildet und es geschafft zu haben, sie auf diesem Niveau reiten zu können.“ Zweimal Fuchs, zweimal Vitalis und trotzdem ganz anders. „Schumi, also Valesco, war in der Ausbildung der, der immer alles relativ schnell begriffen hat. Dem hat man beispielsweise einmal die Galoppwechsel erklärt, dann hat er eine Nacht darüber geschlafen und hatte es verstanden. Das hat sich komplett durch seine Ausbildung durchgezogen. Und Schumi ist immer für einen Scherz zu haben, einen kleinen Bocksprung zwischendurch zum Beispiel.“ Er sei der Kumpeltyp, auf den man sich immer verlassen kann und der immer sein Bestes gebe.

„Und Valencia hat sich für das ein oder andere beim Lernen auch mal etwas mehr Zeit gelassen, aber wenn sie es begriffen hatte, war sie der absolute Prüfungstyp. Wenn sie auf die Mittellinie kommt, weiß sie, dass es wichtig ist, und dann wird abgeliefert. Das ist auch etwas, was sich von der ersten Dressurpferde-L bis jetzt durchgezogen hat.“Sie sei die Prinzessin und das wisse sie auch. „Und diese Aura bringt sie auch mit ins Viereck: Wenn sie das Viereck betritt, hat das immer einen gewissen ‚Wow-Effekt‘. Die beiden sind einfach zwei richtig tolle Pferde!“

„Für Valesco ist es das erste Outdoor-Turnier dieses Jahr, Valencia war schon mal mit in Aachen, deshalb wird Valencia die Kür gehen und Schumi den Special. Das erste Mal draußen mit Schumi und dann noch mit Musik – ich könnte mir vorstellen, das wäre etwas zu viel geworden“, schmunzelt Müller-Lütkemeier.

Was hat sich die 34-Jährige für Hagen vorgenommen? „Mit Valencia wünsche ich mir wieder die Ruhe, die ich die letzten Male mit ins Viereck mitnehmen konnte, noch feinere Übergänge und außerdem habe ich vermehrt am Trab gearbeitet. Ich hoffe, dass ich das auch zeigen kann. Und bei Schumi liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass er sich noch mehr durch den Körper bewegt, das hat auf jeden Fall zu Hause schon sehr gut geklappt.“

Hagen 2014 – damals hat sich Fabienne Müller-Lütkemeier mit ihrem ‚Daggi‘, D’Agostino, zweimal Platz drei in Vier-Sterne-Grand Prix und Special gesichert. Vier Monate später wurden die beiden Mannschafts-Weltmeister. Und: In Hagen 2014 hat sie bei der Reiterparty Ingo Müller kennengelernt – das erste ‚Aufeinandertreffen‘. Vier Jahre später haben die beiden geheiratet und sind inzwischen Eltern ihrer Söhne Benn und Jonas.

Hagens Nennliste der Vier-Sterne-Touren mit Special und Kür
Anabel Balkenhol mit High Five
Evelyn Eger mit Tabledance
Ingrid Klimke mit First Class und Franziskus
Fabienne Müller-Lütkemeier mit Valencia As und Valesco
Semmieke Rothenberger mit Flanell
Sönke Rothenberger mit Fendi und Matchball OLD
Carina Scholz mit Tarantino
Frederic Wandres mit Bluetooth OLD
Isabell Werth mit Wendy de Fontaine

Nennliste der Drei-Sterne-Tour
Juliane Brunkhorst mit Fürst Enno
Helen Langehanenberg mit Magnanimous
Lisa Müller mit Gut Wettlkam’s D’Avie FRH
Isabell Werth mit Deneuve

 

 

Nationenpreis Compiegne
Wer den ein oder anderen Namen oder das ein oder andere Pferd auf der Hagenliste vermisst: Eine Woche später steht der Nationenpreis in Compiegne (2.-5. Mai) an, für Deutschland werden an den Start gehen:
Matthias Rath mit Thiago GS OLD
Frederic Wandres mit Duke of Britain FRH
Katharina Hemmer mit Denoix PCH

 

Weitere Infos in Hagen finden Sie HIER.
Weitere Infos zu Compiegne finden Sie HIER.