Der Star von Morgen: Lord Europe

Leonie Richter und Lord Europe gewinnen das Finale der Derby Stars von Morgen in Münster mit fast 77 Prozent. Helen Langehanenberg wird Zweite mit DSP Danny Cool und siegt mit Daniela in der Kür.

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Lord Europe – unter Leonie Richter der neue ‘Star von Morgen’
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“Ich bin super super stolz wie er das gemacht hat!”, strahlt und schwärmt Leonie Richter. “Ich kam richtig gut an ihn heran und er ließ sich sehr schön reiten, obwohl Münsters Viereck nicht so einfach ist.” Am ersten Tag sei es noch etwas schwieriger gewesen. “Da war er im Galopp doch erst etwas spannig”, grinst Leonie. “Aber im Finale war er noch viel fokussierter. Das war eine richtig schöne Runde.” Mit 76,698 Prozent gewann sie im Sattel des zehnjährigen Hengstes Lord Europe das Finale der Derby Stars von Morgen. Das Notenbild im Kurz Grand Prix des Paares zeichnet sich durch ein sehr gleichmäßiges hohes Niveau mit vielen 8ern aus, in den Serienwechseln und beim Schlussgruß gab es sogar einige 9er.
Im Spätsommer 2022 hat Leonie Richter den Beritt des Lord Leatherdale-Sohns übernommen, damals war er sechs. Siebenjährig hat sie den Hengst im Finale des Nürnberger Burg-Pokals präsentiert. Das Paar belegte Platz zwei und gewann den Siegerpreis am Abend in der jubelnden Frankfurter Festhalle. 2024 hat sich Leonie viel Zeit mit Lord Europe gelassen und nur bei zwei Turnieren in S***-Prüfungen mit ihm hineingeschnuppert. Im Juni 2025 sicherte sich das Paar in Hamburg sein Finalticket für den Louisdor-Preis und belegte im Finale im Dezember ‘nur’ Platz zehn, in der Galopp-Tour war er ‘on fire’ und leistete sich so einige Fehler. Jetzt der souveräne Sieg im Stars von Morgen-Finale – eine besondere Erfolgslaufbahn ist das schon jetzt!

Das nächste Ziel: Leonie und Lord Europe wollen im internationalen Grand Prix-Sport Fuß fassen. “Er hat auf jeden Fall das Zeug dazu”, ist die Ausbilderin absolut von ihrem ‘Schützling überzeugt. “Wir haben in dem Bereich beide noch nicht so viel Erfahrung, aber wir werden versuchen, zusammen da hineinzuwachsen.” Wie genau es jetzt für sie und Lord Europe weitergehe, wisse sie noch nicht. “Das werde ich mit Monica Theodorescu besprechen.”

Auf Platz zwei mit 73,488 Prozent landeten Helen Langehanenberg und ihr elfjähriger DSP Danny Cool, der besonders in der Piaffe und der Passage zeigte, welches Potenzial in ihm steckt. „Mittlerweile macht er seinem Namen alle Ehre“, schmunzelte Helen Langehanenberg. „Als Jungpferd war das anders.“ Anna-Louisa Fuchs und Duvetico (10) sicherten sich mit 71,907 Prozent Rang drei. „Ich bin fast ein bisschen sprachlos“, freute sich Fuchs. „Normalerweise hört und sieht er alles – heute hat er mich überrascht.“

Die Serie Derby Stars von Morgen, die jungen Pferden und Reitern den Weg in den Grand Prix-Sport ebnen soll, hat in ihrem vierten Jahr bereits erste Erfolge erzielt. Zwei Teilnehmer aus der vergangenen Saison sind mittlerweile im ganz Großen Viereck angekommen: U25-Kür-Europameister Moritz Treffinger, zum anderen Shiva NRW, die unter Nadine Plaster das Finale 2025 gewann.

Beste U25-Reiterin dieser Serien-Saison war Ann-Cathrin Rieg, die für eine kleine Sensation sorgte: Ihr Sportpartner Steendieks Derrick ist ein Deutsches Reitpony, das sie selbst ausgebildet hat. Sie ist damit die erste Reiterin, die ein Pony im Kurz Grand Prix in Münster vorstellte.

 

Münsters Kürsieger: Daniela und Helen Langehanenberg
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Kür-Sieg für Helen und Daniela
Sieg für Helen Langehanenberg mit ihrer Stute Daniela in Münsters Grand Prix Kür. Ursprünglich wurde diese Kür für Helen Langehanenbergs ehemaliges Erfolgspferd Damsey FRH, den Vater von Daniela, erstellt – ein großes Erbe, das seine Tochter top gemeistert hat. Die Richter belohnten die Vorstellung mit 76,55 Prozent. „Das war heute unsere zweite Kür. Sie ist noch nicht so routiniert in solchen Hallen, aber ich bin super stolz auf sie und ihre Entwicklung“, freute sich Helen Langehanenberg. Jetzt soll sich die Stute weiter im Grand Prix Sport etablieren. „Das ist jetzt ihre erste richtige Grand Prix Saison – da braucht es noch Kraft und Routine. Aber die Möglichkeiten hat sie.“ Bereits in der Qualifikationsprüfung am Samstag, dem Grand Prix, sicherte sich das Paar die goldene Schleife.
Platz zwei ging an Andrea Timpe mit Don Carismo FRH (75,55 %), Rang drei belegte Elisabeth von Wulffen mit Vis a Vis. Die Mannschafts-Europameisterin der deutschen U25-Dressur-Equipe erzielte 75,175 Prozent.

HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen aus Münster.