Back for Good – bestätigt sein ‘Final-Interesse’
Rittanalyse mit Isabell Werth – bei der Qualifikation des Louisdor-Preises in Guxhagen-Dörnhagen hat Back for Good erneut bestätigt: Er ist ein Kandidat für das Finale – Sieg mit 73,026 Prozent in der Inter II. Auf Platz zwei: Anna Schölermann und Vitally PCH.

Back for Good und Isabell Werth. (Anm. der Red.: Es ist das letzte Mal, dass ich dieses Bild verwende – versprochen 😀 Aber noch gibt es nicht so viele von diesem Paar…)
© H.L.
Am Sonntag steht in Guxhagen die letzte Louisdor-Etappe der Saison an, die beiden Erstplatzierten sichern sich die letzten Tickets fürs Finale in Frankfurt. Nach der verpassten Quali in Pinneberg (s. News HIER) haben Isabell Werth und Back for Good diese letzte Chance fest ins Auge gefasst. Deutlich den Finger Richtung Finale haben auch U25-Europameisterin Anna Schölermann und der achtjährige Vitalis-Sohn Vitally PCH gehoben.
Einmal durch die Prüfung mit der Analyse von Isabell Werth:
Für den neunjährigen Back for Good waren die Gegebenheiten in Guxhagen spannend. Die Ohren gespitzt, die Augen groß kam er in die Prüfungshalle. Isabell Werth startete mit Leichttraben und Abklopfen, steuerte in eine lässige Piaffe, immer noch in der Entlastung, und galoppierte dann an Richtung Mittellinie. Die Marschrichtung war eindeutig: Dem Unerfahrenen Sicherheit geben.
Der elegante Dunkelfuchs zeigt sein Talent in den speziellen Grand Prix-Lektionen, setzt sich in den Piaffen bei deutlichem, diagonalem Abfußen, trägt in den Pirouetten und nutzt sein aktives Hinterbein. Dass er innerlich noch ‘an’ ist, bleibt während der Prüfung nicht verborgen. Bei beiden Grußaufstellungen guckt er sich hellwach um, macht sich beim Aufnehmen des Zügels nach dem starken Schritt frei, ist noch nicht bei jedem Tritt der Passage ganz locker im gleichmäßigen Durchschwingen unterwegs. Mit etwas Fahrtwind startet Back for Good in die Zweierwechsel, die er fehlerfrei absolviert. Anders bei den Einerwechseln: “Wir kamen um die Kurve und er fing direkt mit den Einerwechseln an”, resümiert Isabell Werth. “Ich habe das von ihm angenommen, aber es fehlte das Vorwärts. Gefühlt hat er die ersten fünf Einerwechsel innerhalb eines Meters gemacht. Ihm fehlte der Zug nach vorne, weil er nicht Richtung Tribüne wollte. Da hatte er sich schon zu Beginn erschrocken.” Die Einerwechsel wurden fehlerhaft und mit Unterbrechung. “Dieses Pferd ist in den Lektionen sehr sicher”, betont Werth. “Das lag nicht an der Lektion, es lag an der Linie.” Deshalb hat Isabell nach der Prüfung ihre Zeit genutzt, ist die lange Seite noch einmal im Leichttraben heruntergeritten, hat gewendet und ist die besagte Diagonale noch einmal lässig nach oben galoppiert – ohne Wechsel, mit Anloben. “Die Halle ist schon nicht einfach und er hatte diese Angst nach vorne zu gehen. Deshalb war es mir wichtig, ihm da noch einmal Ruhe und Vertrauen zu geben.” Morgen ist prüfungsfrei für die Louisdor-Kandidaten. “Das wird ihm gut tun. Da kann er ganz entspannt noch mal alles angucken und ein bisschen üben.”
Insgesamt sei das ein wirklich tolles Pferd mit Championatsqualität. “Tatsache ist, dass er heute schon sicherer war als in Pinneberg, sonst hätte er die Prüfung mit dem ganzen Umfeld gar nicht so verarbeiten können. Und die Technik, die er hat – in der Galopp-Tour, den Pirouetten, Piaffe, Passage – ist wirklich sehr gut. Das ist auch ein Pferd, der alles will, was er kann, und er gibt wirklich sein Herz. Das muss man echt sagen.”
Einst kam der Ben Benicio-Sohn, aus einer Quando-Quando-Mutter gezogen von Uwe Ogonowski und im Besitz der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse, zur Ausbildung in den Stall Werth. Damals noch als Hengst und mit dem Ziel, verkauft zu werden. Vor zwei Jahren hat Victoria Max-Theurer den Dunkelfuchs gekauft, er wurde behutsam weiter ausgebildet, ist in der Turniervorstellung in den vergangenen Jahren etwas „hinten runtergefallen“, so Werth. 2024 und 2025 ist er jeweils nur einmal am Start gewesen.

Anna Schölermann und Vitally – hier bei der ersten Louisdor-Etappe in Hagen.
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Mit einer konstant guten Saison, immer noch ein Schippchen drauflegend, haben sich Anna Schölermann und Vitally PCH in Guxhagen gezeigt. Mit 72,316 Prozent setzten sie sich auf Rang zwei bei ihrer dritten Louisdor-Etappe. In der vergangenen Woche hatte Anna noch einige Tage verletzungsbedingt pausieren müssen, aber sie kennt den Weihegold-Sohn in- und auswendig (Z.: Christine Arns-Krogmann, Bes.: Nancy Gooding). Sie hat ihn bereits fünfjährig im Finale des Bundeschampionats vorgestellt und war im vergangenen Jahr erfolgreich mit ihm im Nürnberger Burg-Pokal unterwegs.
HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen aus Guxhagen-Dörnhagen.
ClipMyHorse.TV überträgt live.


