Ankums aufregende Paare
Neue Paare, Premieren, lang Vermisste, die wieder strahlten! Das erste von vier Frühjahrsturnieren in Ankum war extrem spannend…
Eine kurze Bemerkung in eigener Sache vorweg: Ich hatte schon den Grand Prix-Premieren-Sieg von Karlijn hier veröffentlicht, über Raphael Netz und den ‘Engel’ Sola Diva geschrieben und über das ersehnte Wieder-Dasein von Straight Horse Ascenzione… – und plötzlich ist alles abgestürzt und war weg! (Natürlich hatte ich nichts doppelt gesichert.) Deshalb kommt hier noch mal eine Zusammenfassung als Überblick.

Grand Prix-Premiere mit Sieg für Karlijn unter Dorothee Schneider in Ankum
© Equitaris, Tanja Becker
Karlijns Erster – gleich ein Sieg!
Governor-Tochter Karlijn V siegt bei ihrer Grand Prix-Premiere unter Dorothee Schneider mit 73,433 Prozent. Es war der allererste Grand Prix überhaupt für die zehnjährige KWPN-Stute Karlijn V (Z.: Verkuylen, Bes.: Gabriele Kippert und Eva-Maria Mann) und sie hat aufgetrumpft: Mit 73,433 Prozent hat sie sich in Ankum den Sieg gesichert. Dorothee Schneider freute sich riesig.

Netz und sein neuer ‘Engel: Sola Diva
Netz mit neuem Pferd
Raphael Netz hat erstmals die elfjährige Sola Diva v. Sarotti Mocca-Sahne vorgestellt, die er vor vier Monaten von Catherine Haddad übernommen hat. Sola Diva (Z.: Redderberg; Bes.: Norcordia USA) hat in Ankum nicht nur ihre Turnierpremiere unter Netz gefeiert, sondern war auch das erste Mal in Grand Prix und Special am Start: Platz zwei im Grand Prix (71,00 %), Sieg im Special (70,523 %). “Diva ist ein Engel”, schwärmt Netz. “Der Charakter von diesem Pferd ist einmalig!”

Zwei Jahre Geduld haben sich gelohnt: Ascenzione ist wieder da!
©Equitaris, Tanja Becker
Ascenzione ist wieder da
Zack-Tochter Straight Horse Ascenzione (Z.: Straight Horse ApS, Bes.: Tiffany Goldman) war 2022 Siegerin des Nürnberger Burg-Pokals, ein Jahr später gehörte sie zu den Finalisten im Louisdor-Preis, seitdem war sie nicht mehr auf einem Turnier. Jetzt ist sie wieder da und hat sich zum ersten Mal in Grand Prix und Special gezeigt. “Natürlich war nach der langen Turnierpause noch nicht alles perfekt, aber das Grundgefühl, das sie mir gegeben hat, war gigantisch”, ist Helen Langehanenberg total happy. “Wir hatten in beiden Prüfungen noch ein paar Ecken, aber auch jede Menge Höhepunkte.” 67,10 Prozent wurden es im Grand Prix, 68,954 Prozent und Platz zwei im Special.
‘Fänomenaler’ Sieg für Wandres
In der S-Prüfung für sieben- bis neunjährige Pferde präsentierte Frederic Wandres den achtjährigen Foundation-Sohn Fänomen de Malleret (Z.: Gestüt Lewitz, Bes.: Haras de Malleret) – und siegte mit 74,365 Prozent. Im Oktober vergangenen Jahres war das Paar ebenfalls siegreich in der Jungpferde-S in Ankum – mit ebenfalls 74,365 Prozent. 2022 war der Oldenburger Teilnehmer bei den Weltmeisterschaften der vierjährigen Dressurpferde, damals unter dem Sattel von Alfonso de la Chica Parras.
Und eins möchte ich Ihnen/Euch nicht vorenthalten: Die Rittanalyse von Dorothee Schneider nach der Grand Prix-Premiere mit Karlijn (die hatte ich glücklicherweise gesichert :-)):
‘Doros Ritt-Analyse’:
“Die Stute hat heute wirklich eine gute Prüfung gezeigt. Es gibt natürlich noch Punkte, die ausbaufähig sind, aber es waren auch schon viele Wow-Momente drin: die Pirouetten zum Beispiel, vor allem die nach rechts; die Zweierwechsel waren wie an der Schnur gezogen; die Einer waren fehlerfrei, könnten noch etwas gelassener sein, aber waren mit viel Power durchgesprungen; die Passage waren sehr schön schwingend, im Gleichmaß und von hinten nach vorne geschlossen; die Piaffen dürfen noch mehr auf der Stelle angelegt werden, aber da braucht sie noch etwas Vorwärts, um schön im Körperfluss zu bleiben. Karlijn hat schon mal eigene Ideen beim Reiten, aber sie hat das heute toll gemacht. Sie ist schon wirklich lektionssicher, wird manchmal noch etwas stolz vor mir und darf noch mehr zum Abspannen kommen, aber insgesamt war das heute richtig gut und sie hat mir absolut zugehört. Ich bin super happy!”
HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen aus Ankum



