Das neue Paar: Burg-Pokal und Fichtenhof
Der Mann am Mikrofon schlüpft in die Veranstalter-Rolle – und fühlt sich geehrt: Arnaud Petit und seine erste Etappe für den Nürnberger Burg-Pokal.

Mannschafts-Weltmeister Raphael Netz wird mit Glamourdoc auch auf dem Fichtenhof im Burg-Pokal am Start sein.
Foto: © www.sportfotos-lafrentz.de
Der Nürnberger Burg-Pokal macht zum ersten Mal Station bei den Fichtenhof Classics im oberbayerischen Schäftlarn. Der Fichtenhof ist vom 3.-6. September Gastgeber der sechsten von acht Etappen in dieser Saison.
dressursport.kim im Gespräch mit Turnierchef und Hausherr Arnaud Petit.
dressursport.kim: Das fünfte Mal Fichtenhof Classics, das erste Mal mit dem Nürnberger Burg-Pokal – das bedeutet für Dich…
Arnaud Petit: …Ritterschlag und Freude und Ehre zugleich. Als wir uns beworben haben, waren wir gerade in der Vorbereitung zu unserer vierten Turnierauflage, man bewirbt sich ja schon ungefähr Mitte des Jahres. Dann beginnt das lange Warten und Ende des Jahres, meist im Rahmen des Finales, des Frankfurter Festhallen-Turniers, kriegt man die Nachricht, ob es geklappt hat oder nicht. Das war schon aufregend. Und jetzt in einer Reihe mit Veranstaltungen wie dem Longines Balve Optimum, die auch Burg-Pokal-Etappe sind, genannt zu werden – das ist schon toll.
dressursport.kim: Erzähle uns ein bisschen etwas von Eurem Turnier. Welche ‚Sorte‘ Turnier veranstaltet Ihr?
Arnaud Petit: Heute macht man entweder ein kleines Turnier, aber dann ist es auch einfach nur ein kleines Turnier, oder man macht ein Turnier, das irgendetwas Besonderes bietet. Wir veranstalten die Fichtenhof Classics jetzt zum fünften Mal und ich habe von Anfang an versucht, dem Ganzen einen Eventcharakter zu verleihen, damit es nicht nur ein ‚stumpfes‘ Dressurturnier ist, zu dem die Leute kommen, reiten und wieder gehen. Die Eventidee drumherum funktioniert wunderbar. In diesem Jahr kommt am Donnerstagabend Horseman Bernd Hackl mit seinem Comedy-Programm, der Donnerstag hat sich super verkauft. Freitagabend haben wir eine Fohlenauktion der Oldenburger und am Samstag feiern wir die Galanacht der Pferde, auch da ist die Nachfrage gewaltig. Wir schreiben immer bis Grand Prix-Niveau aus, aber das alleine reicht heute nicht mehr, man muss ein Event veranstalten.
dressursport.kim: Wie passt in diese Gedanken der Nürnberger Burg-Pokal?
Arnaud Petit: Der Eventgedanke ist das eine, der andere natürlich der, das Interesse am Dressurreiten zu fördern. Also haben wir überlegt, welche Serien es gibt, die tatsächlich das Interesse der Zuschauer erregen? Welcher Zuschauer würde tatsächlich wegen dieser Serie kommen? Da bleiben nicht viele Serien, die wirklich gut sind, aber der Burg-Pokal fällt einem sofort ein.
dressursport.kim: Was erhoffst Du Dir für Euer Event durch den Zuschlag, Burg-Pokal-Station zu sein? Erst mal natürlich tolle Reiter und Pferde, interessierte Zuschauer, was noch?
Arnaud Petit: Natürlich auch eine gewisse mediale Aufmerksamkeit. Kleinere Turniere wie wir haben kein Personal, dass sich extra um die Pressearbeit kümmert, und ich selbst bin auch nicht der Presse- oder Social-Media-Typ, das ist mein Manko. Ich bin der, der das Turnier vorbereitet und mit einem Topteam stemmt.
dressursport.kim: Auch wenn Ihr in diesem Jahr zum ersten Mal zu den Burg-Pokal-Veranstaltern gehört, Du kennst die Serie schon sehr lange…
Arnaud Petit: Ja, ich bin ungefähr seit 20 Jahren beim Finale in Frankfurt dabei. Erst habe ich als kleiner Nachwuchssprecher neben Stefan Krawczyk begonnen und dann durfte ich das Amt nach seinem leider sehr frühen Ableben übernehmen. Und es ist definitiv etwas Besonderes, beim Finale des Nürnberger Burg-Pokals am Mikrofon sitzen zu dürfen. Die Frankfurter Festhalle hatte immer ihren ganz eigenen Weihnachtsflair, die Stimmung ist gigantisch. Und da den Burg-Pokal mit seinem Finale begleiten zu dürfen, das macht richtig Spaß.
HIER gibt es weitere Infos zu den Fichtenhof Classics.
Die Nürnberger Burg-Pokal-Etappen 2026 und bisherige Sieger:
- Hagen, Horses & Dreams – J’Adore Dior H, Patrik Kittel, 75,512%
- München, Pferd International – Feine Bella NRW, Sabina Schrödter, 74,732%
- Balve, Longines Balve Optimum – Sky, Bianca Nowag-Aulenbrock, 74,463%
- Görlitz, Görlitzer Summerweeks – Valerie B, Dorothee Schneider, 74,293%
- Elmlohe, Elmloher Reitertage – San to Alati FRH, Bernadette Brune, 74,415 %
- Schäftlarn, Fichtenhof Classics, 03. bis 06. September
- Darmstadt-Kranichstein, Herbstmeeting, 17. bis 20. September
- Guxhagen-Dörnhagen, Nationales Hallenreitturnier, 16. bis 18. Oktober
- FINALE Frankfurt, Internationales Festhallen Reitturnier, 16. bis 20. Dezember
Die besten Zweitplatzierten bisher:
- Hagen, Fänomen de Malleret, Frederic Wandres, 74,463%
- München, Visser’s Hit Valeria VEC OLD, Nicole Grosch, 74,049%
- Elmlohe, Alissimo, Franziska Haase, 73,951%
- Görlitz, Matisse GG OLD, Carina Scholz, 71,463%
Die nächste Burg-Pokal-Etappe steht zwei Wochen nach Schäftlarn in Darmstadt auf dem Programm.
HIER gibt’s mehr Infos zum Nürnberger Burg-Pokal.


