Derby-Sieg und Kürsieg für Isabell Werth

Zum sechsten Mal hat sich Isabell Werth das begehrte Blaue Band beim Deutschen Dressur-Derby in Hamburg gesichert. Im Sattel des zehnjährigen Hengstes Viva Gold OLD gewann Werth die Kür der CDI5*-Tour und damit den Gesamtsieg in der Derby-Wertung.

Das Derby-Podium 2026: Derbysiegerin Werth in der Mitte, Ingrid Klimke und Moritz Treffinger. © reitsport-hellmann.de

„Ein Derbysieg ist super besonders“, freut sich Isabell Werth. „Und noch spezieller ist so ein Sieg mit dieser Stimmung hier. Das Dressurstadion war drei Tage rappelvoll. Hamburg ist eine ganz bedeutende Veranstaltung und beste Werbung für den Dressursport – für mich kommt dieses Event gleich nach Aachen!“

Für den charmanten Dunkelfuchs von Vivaldi war es zugleich eine besondere Premiere: Viva Gold OLD absolvierte in Hamburg seine erste internationale Kür überhaupt und begeisterte auf Anhieb mit einem Spitzenresultat von 84,365 Prozent. Die anspruchsvolle Choreographie zu den Hits des US-amerikanischen Singer-Songwriters Neil Diamond meisterte der Oldenburger Hengst scheinbar mühelos. “Ich bin total zufrieden, echt happy”, strahlte Werth. “Dieses Pferd ist sensationell und er wurde hier in Hamburg von Tag zu Tag besser. Am ersten Tag war er noch richtig heiß, na Tag schon besser und heute fand ich ihn fantastisch.”

Bereits im vergangenen Jahr hatte Viva Gold OLD die Herzen des Hamburger Publikums erobert und die Louisdor-Preis Finalqualifikation für Grand-Prix-Nachwuchspferde gewonnen. Nun glänzte der Hengst erstmals auf Fünf-Sterne-Niveau. Nach Rang zwei im Grand Prix hinter Stallkollegin Wendy de Fontaine und dem Sieg in der Kür stand am Ende verdient der Gesamterfolg im Derby und damit das Blaue Band.

Platz zwei in der Kür ging an Ingrid Klimke mit ihrer Fürstenball-Tochter First Class. Die Reitmeisterin erreichte 77,040 Prozent und zeigte sich nach der Prüfung entsprechend zufrieden: „Hinter Isabell im Grand Prix Dritte und heute in der Kür Zweite zu werden, ist ja eigentlich schon ein Sieg. Ich freue mich sehr für First Class, die sich immer weiterentwickelt, besonders in der Kür. Sie kennt die Musik, ich kann mich tausendprozentig auf sie verlassen und sie wächst dabei immer über sich hinaus. Die Atmosphäre hier im Stadion war heute einfach spitze.“

Randnotiz: Ingrid Klimkes Vater, der legendäre Dr. Reiner Klimke, gewann das Deutsche Dressur-Derby insgesamt 15 Mal.

Rang drei sicherte sich Moritz Treffinger mit Fiderdance und 76,525 Prozent. Für den Bereiter des Gestüt Bonhomme ging mit dem Start in Hamburg ein lang gehegter Traum in Erfüllung: „Ich habe das Turnier jahrelang nur im Fernsehen verfolgt. Dieses Jahr zum ersten Mal selbst hier vor Ort reiten zu dürfen, ist eine riesige Ehre.“ Ohnehin erlebt Treffinger derzeit eine besondere Saison: „Langsam wird es fast ein bisschen gruselig, welche Träume gerade alle wahr werden. Aber ich genieße es sehr.“

HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen