Piaff-Förderpreis: Siegen wie auf Wolken
„Es ist ein Genuss, wie auf Wolken, ein Bouncen durch die Prüfung hindurch!“ Keine Frage: Moritz Treffinger ist ein Riesenfan von ‚Morri‘!
Die Sieger im Piaff-Förderpreis: Morricone und Moritz Treffinger
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Der Finalsieger des Piaff-Förderpreises 2025 hat in seinem Zuhause aufgetrumpft: Moritz Treffinger hat im Sattel von Morricone mit 71,128 Prozent die erste Etappe des Piaff-Förderpreises im Rahmen des Maimarkt-Turniers Mannheims gewonnen. Mit einer fast fehlerfreien Prüfung und in feinster Reitmanier haben die Beiden begeistert. Nur ‚fast‘ fehlerfrei, weil der 14-jährige Hengst am Ende der 15 Einerwechsel noch mal zwei zusätzliche angehängt, Moritz reagierte mit einem kurzen Kopfschütteln und lächelte. „Wir waren noch nicht auf so vielen gemeinsamen Turnieren“, erzählt der Chefbereiter des Gestüts Bonhomme. „Mannheim war erst unser zweites CDI, aber es macht solchen Spaß, ihn zu reiten. Weil er sich selbst präsentieren möchte, weil er außerdem wunderschön ist und ein Riesenego hat, das er voll für den Reiter einsetzt.“
In der Vorbereitungsprüfung mussten sich der 22-Jährige noch mit Platz zwei begnügen, hinter dem ganz neuen Paar Rose Oatley und Alive and Kicking. Die 19-jährige Rose, zehnmalige Goldgewinnerin bei Nachwuchs-Europameisterschaften, und die Stute passen hervorragend zusammen, haben sich heute noch ein paar Fehler geleistet, aber auch jede Menge Höhepunkte. Es wurde Platz drei mit 70,308 Prozent. Dazwischen positionierten sich Lucie-Anouk Baumgürtel (22) und die zehnjährige Zinq First Vienna FH FRH mit 70,359 Prozent. Lucie-Anouk hat ebenfalls sehr viel Erfahrung im Nachwuchsbereich, war bei zehn Europameisterschaften am Start, hat 18 Goldmedaillen gewonnen und steigt jetzt, wie Rose, in die U25-Tour ein.

Platz zwei für Lucie-Anouk und Vienna
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Platz drei: Rose und Alive and Kicking
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Der Bundestrainer der U25-Dressurreiter, Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, strahlte: „Wir müssen uns unheimlich glücklich schätzen, dass wir eine sehr große Anzahl von wirklich ausnahmetalentierten Mädchen dabeihaben – und den einen Jungen“, hängt Meyer zu Strohen grinsend an. „Die Jungs sind leider immer etwas in der Unterzahl.“ Das Niveau dieses Piaff-Jahrgangs sei absolut außergewöhnlich. „Und ich möchte dem Veranstalter danke sagen“, betonte der Bundestrainer, „dass wir die Möglichkeit haben, hier reiten zu dürfen. Die Bedingungen sind super, die Kulisse ist sicher auch herausfordernd und wir hatten zahlreiche Zuschauer im Dressurstadion. Durch diese Kulisse und die Zuschauer lernen Pferde und Reiter am meisten. Das ist einfach so.“ Er freue sich, dass er zufrieden nach Hause fahren könne.
Einen besonderen Gruß sprach der Bundestrainer an Reitmeister Hubertus Schmidt aus. Es sei sehr schade, dass Hubertus Schmidt aufgrund seines Unfalls in Mannheim nicht habe vor Ort sein können, aber… „er hat seine ‚Kinder‘ aus der Ferne mit der Technik über das Handy super betreut. Das finde ich ganz, ganz toll und dafür muss er eine besondere Ehrenkarte bekommen.“ ‚Seine Kinder‘ – damit ist die Bereiterin des Stalles Schmidt, Anna Schölermann, und deren Schülerin Celestine Kindler gemeint, die beiden waren ebenfalls im Piaff-Förderpreis am Start.
Die Piaff-Station in Mannheim war zugleich erste Sichtung mit Blick auf die U25-Europameisterschaften, die vom 6. bis 12. Juli im ungarischen Budapest stattfinden.
Kürsieg für Lisa Müller
Mit 75,815 Prozent sicherte sich in diesem Jahr erstmals Lisa Müller im Sattel von Gut Wettlkam’s D’Avie FRH den Sieg. Dicht gefolgt von der Australierin Simone Pearce auf Nachwuchspferd Will Marq mit 74,180 Prozent. Die Kür ist seit 2013 Teil des Programms beim Maimarkt-Turnier, bisher wurde sie ausschließlich von deutschen Reiterinnen gewonnen. Fast schon eine Tradition, die Lisa Müller 2026 fortgeführt hat.
HIER geht es zu den Ergebnissen aus Mannheim.


