Werths neunter Streich in Mannheim

Sieg Nummer neun in Mannheims Grand Prix Special für Isabell Werth, mit Pferd Nummer acht – dieses Mal Viva Gold OLD.

Mit unendlich Power und Talent, noch nicht ganz spannungs- und fehlerfrei: Sieger Viva Gold OLD
© Talia Klefenz

Im Vier-Sterne-Special beim Maimarkt-Turnier Mannheim, im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, hat sich Isabell Werth mit dem zehnjährigen Viva Gold OLD den Sieg gesichert. 76,319 Prozent war das Ergebnis für das Paar. Zweiter wurde der hessische Profiausbilder Thomas Wagner im Sattel von Escolar’s Emil (71,234 %). Platz drei ging mit Carina Harnisch auf DSP Sheldon Cooper nach Baden-Württemberg (69,660 %).

„Viva Gold hat sich von Tag eins an hier sehr frisch präsentiert“, erklärt Isabell Werth lächelnd. „Er ist dabei unheimlich lieb, aber ist im Stall schon noch unruhig. Das muss er alles noch lernen.“ Sie sei mit dem Anfang des Specials sehr zufrieden gewesen, dann habe ihm etwas die Kraft gefehlt. „Da habe ich noch nicht ganz die Balance mit ihm, dass er es in derselben Selbstverständlichkeit, mit der er anfängt, auch zu Ende bringt.“ In den Galoppwechsel von Sprung zu Sprung auf der Diagonale baute der Dunkelfuchs einen Fehler ein. „Da wollte er nicht durch seinen eigenen Misthaufen galoppieren“, erklärt Werth. „Und bei den Einerwechseln auf der Mittellinie hatten wir schon beim Abreiten einen kleinen Knoten. Fakt ist, dass er mir zwischendurch ein bisschen weggekippt ist. Da muss er noch Kraft und Stabilität kriegen.“ Es sei erst der zweite Grand Prix Special für Viva Gold gewesen und erst das vierte oder fünfte Turnier für sie beide zusammen. „Wir sind immer noch in einer Findungsphase, aber Viva ist vielleicht das kompletteste Pferd, das ich je hatte.“

Das besonders Spannende: Mannheims Multisiegerin hat diese neun Siege mit acht verschiedenen Pferden verdient, die ersten acht haben allesamt bei Championaten Medaillen geerntet oder waren bei Weltcup-Finals am Start. Ein Wegweiser für den zehnjährigen Schönling Viva Gold?

Alle drei Erstplatzierten sind außergewöhnliche Nachwuchspferde, Viva Gold mit zehn Jahren, Escolar’s Emil und DSP Sheldon Cooper mit je elf Jahren. Auch Wagner und Harnisch hätten nicht stolzer auf ihre Youngster in Mannheims Viereck sein können.

Werth, Wagner, Harnisch – alle Drei waren schon häufig in Mannheims Dressurviereck am Start – und kommen immer wieder. „Mannheim ist einfach ein schöner Start in die Grüne Saison“, betont Werth. „Wir haben sehr gute Stallungen und weitläufige Bedingungen. Das ist gerade mit jüngeren Pferden sehr gut, man hat immer die Chance, irgendwo zu reiten. Das ist etwas, was Dressur- und Springreiter gleichermaßen genießen.“

Bewusste Entscheidung für die Dressur

Turnierchef Peter Hofmann gestand, dass er noch nicht viel Zeit hatte, bei den Dressur-Prüfungen zuzusehen, aber… „Was wirklich schön war, ist die Stimmung im Stadion und dass es heute richtig voll war bei der Dressur. Die Leute kommen vom Mainmarkt rüber und wollen Dressur sehen. Das ist eine bewusste Geschichte und das ist rundum schön.“

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Quelle: PM Mannheim