Eger und Global Power OLD – eine zelebrierte Runde

Das war eine zelebrierte Runde: Mit einem Höchstmaß an Gefühl hat Evelyn Eger den neunjährigen Global Power OLD in Fontainebleau durch seinen zweiten Grand Prix gesteuert. Das Ergebnis ist gut, aber in diesem Fall fast sekundär. Es war die Art und Weise, die ebenso begeisterte wie die Perspektive.

Das ‘Global Power-Team’: Global Power OLD mit Evelyn Eger im Sattel und Mitbesitzerin Isabelle Bergmann.

Durch die gesamte Prüfung, den Drei-Sterne-Grand Prix beim internationalen Turnier in Fontainebleau, hat die Bereiterin des Hofes Kasselmann, Evelyn Eger, den statiösen Rappen in sehr zufriedener konstanter Anlehnung präsentiert, immer den Trensenzügel vorherrschend, wie man sich das wünscht. Der Grey Flanell-Sohn bewegte sich wunderbar durch den Körper, sprang die Wechseltouren in entspannter Selbstverständlichkeit und wurde von der Reiterin nie überfordert. “Er ist natürlich hier und da noch ein bisschen grün und wackelig”, schmunzelte Eger, “aber er ist genau mein Pferd. Eine coole Socke, die so viel Spaß macht.” Mit 69,217 Prozent landete das Paar heute auf Platz zwei – mit ganz viel Luft nach oben. Eger hat sehr bewusst nirgendwo 100 Prozent rausgeritten, zeigte die Verstärkungen mit viel Ruhe und Gelassenheit, ließ ihrem Pferd ‘Platz und Luft’ zum Ausbalancieren in Momenten, in denen er noch nicht ganz ausgereift ist wie beispielsweise in den Piaffen. Die Traversalen dürfen noch fließender werden, aber auch hier: kein Druck der Reiterei, sondern das herrliche Gefühl, warten zu können.

Am Samstag steht für Global Power die Special-Premiere in Fontainebleau an, mit dem Special beginnt der Dressursamstag in Fontainebleau, direkt gefolgt von dem Grand Prix des Fünf-Sterne-Nationenpreises.

Direkt am Anfang seiner reiterlichen Ausbildung, mit drei Jahren, kam Global Power (Z.: Gestüt Lewitz, Bes.: Christiane Bergmann, Hof Kasselmann) zu Evelyn Eger. Den ersten Grand Prix hat Global Power vergangenen Dezember im Finale des Louisdor-Preises absolviert und belegte Platz fünf unter Deutschlands besten Grand Prix-Nachwuchspferden. Im Jahr zuvor, 2024, gehörte das Paar zu den Finalisten bei der WM der jungen Dressurpferde. Ihre erste gemeinsame Prüfung haben die beiden im Juli 2021 erlebt, eine Dressurpferdeprüfung Klasse A, die sie mit einer 8,0 beendeten. Fünf Jahren später sind sie im internationalen Grand Prix-Sport angekommen – auf eine wunderbare Art und Weise.

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