Siegertyp durch und durch: Viva Gold OLD

Er hört nicht auf zu verblüffen, zu begeistern, zu gewinnen: Der zehnjährige Viva Gold OLD setzt Maßstäbe. Platz zwei für Lord Europe. Zwei Premieren – vergoldet und versilbert! 

Selbstverständlicher Sieger – unglaublicher Grand Prix-Youngster: Viva Gold OLD unter Isabell Werth
Foto: © GB 🙏

Mit 77,500 Prozent hat der Louisdor-Finalsieger Viva Gold OLD (Z.: Christine Arns Krogmann; Bes.: Gestüt Westfalenhof, Madeleine Winter Schulze) seinen ersten internationalen Grand Prix in Herning gewonnen. “Diese Selbstverständlichkeit!”, ist selbst Isabell Werth fassungslos. “Er war heute Morgen noch ‘rattenheiß'”, schmunzelt Werth. Viva stehe in einer Hengstbox an der Ecke, überall sei action und Tammtamm drumherum, für ihn sei das alles so spannend wie für ein kleines Kind. Es ist erst das dritte Turnier mit Übernachtung für den Bildschönen nach Hamburg und Frankfurt im vergangenen Jahr. “Er war so heiß heute Morgen, dass ich ihn doch ein bisschen arbeiten musste, daraufhin hat ihm vielleicht die letzte Kondition im Grand Prix gefehlt. Aber mit welcher Selbstverständlichkeit er sich hier präsentiert hat – unglaublich.” In keiner Lektion sei er am Limit gewesen, die Lektionen seien für ihn wie ein Kinderspiel.

Fehlerfrei hat der Weihegold-Enkel seinen ersten internationalen Grand Prix abgeliefert. Im Rückwärtsrichten noch abkippend, in den Pirouetten noch nicht perfekt gebogen, in der Anlehnung noch nicht mit der stabilsten Konstanz. Aber durch die ganze Prüfung mit Lässigkeit, Leichtfüßigkeit und athletischer Eleganz. Es hagelte Höchstnoten vor allen Dingen in der Piaffe-Passage-Tour – für die Passage auf der Schlusslinie durfte der Zehnjährige sogar schon eine 10 verbuchen. Die Wechseltouren fehlerfrei, die Pirouetten mit enormer Lastaufnahme, die Verstärkungen noch längst nicht voll ausgeritten. “Dieses Pferd ist so ehrlich, so großartig!”, strahlt Werth und freut sich auf seinen ersten Special am Sonntag in Herning.

Auch für den zehnjährigen Lord Europe (Z.:m Werner u. Heike Pleines; Bes.: Aventus S Port Kft.) unter Leonie Richter war es die internationale Grand Prix-Premiere und auch er hat gezeigt, dass er bereit für den großen Sport ist – noch etwas aufgeregt und angespannt hier und da, noch nicht ganz sicher im Ablauf der Piaffen, aber schon mit sehr viel Ausdruck, vor allen Dingen in der Galopp-Tour: 70,109 Prozent und Platz zwei.

HIER geht’s zu den genauen Ergebnissen des Grand Prix.

Um 11.15 Uhr am Sonntag beginnt der Special in Herning.