Weltcup – letzte Etappe – Finalaussichten

Drei deutsche Paare stehen für die letzte Weltcup-Etappe in ‘s-Hertogenbosch (12.-15. März) auf der Nennliste: ein Paar hat den Finalplatz sicher, ein anderes greift in dieser Saison noch nicht nach dem Finalticket und das dritte ist am Finale verdammt nah dran…

Der sicher Finalqualifizierte: Raphael Netz, hier mit Great Escape Camelot
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Raphael Netz hat seinen Finalplatz sicher. Mit 60 Punkten liegt der 25-Jährige vor der letzten Etappe auf Platz drei des Rankings. Great Escape Camelot hat er bei vier Etappen gesattelt und mit ihm gepunktet, die meisten Punkte hat sich das Paar in Stuttgart mit Platz zwei geholt, die höchste Prozentzahl konnten sie in Neumünster mit 80,940 Prozent verbuchen. Mit Dieudonne war Raphael bisher zweimal beim Weltcup am Start, in Basel wurden die beiden Dritte. ‘Dieu’ wird auch jetzt noch mal sein Partner in ‘s-Hertogenbosch sein. “Für das Finale ist Great Escape Camelot die erste Wahl von Raphael”, weiß Cheftrainerin Monia Theodorescu.

Der sehr wahrscheinlich Finalqualifizierte: Moritz Treffinger, hier mit Fiderdance.
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Moritz Treffinger liegt aktuell auf Rang zwölf des Weltcup-Rankings, die besten neun Paare der Westeuropa-Liga dürfen zum Finale. Tatsache ist: einige Reiter, die vor dem 22-Jährigen im Ranking stehen, werden nicht nach Texas reisen – die lange Reise und die Weltmeisterschaft sind die beiden Hauptgründe dafür. Das bedeutet: Die Chance, dass Moritz in die Finalplätze aufrückt, ist extrem hoch. Der Chefbereiter des Gestüts Bonhomme hat mit den Hengsten Fiderdance und Cadeau Noir Punkte gesammelt. Zweimal mit ‘Fidel’, darunter Platz fünf in Neumünster; dreimal mit Cadeau, darunter Platz sieben in Stuttgart und Herning. Mit seinem Kürgoldgewinner von der U25-EM, Cadeau Noir, wird er auch in ‘s-Hertogenbosch noch einmal antreten, der 16-Jährige war im Dezember in London das letzte Mal auf einem Turnier. “Wer seine erste Wahl für das Finale wäre, werden wir nach ‘s-Hertogenbosch besprechen”, erklärt Theodorescu. Rein auf dem Papier hätte Fiderdance (17) die Nase vorne, seine höchste Weltcup-Wertung unter Moritz lag bei 78,660 Prozent, die von Cadeau bei 76,590 – wobei das auch ein wenig derm Vergleich von Äpfeln und Birnen ähnelt. Verschiedene Turnieren, verschiedene Richter, verschiedene Konkurrenten etc…

Die erfolgreich im Weltcup ‘reitende Kieferorthopädin’: Svenja Kämper-Meyer mit Amanyara
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Das dritte deutsche Paar, das bei der letzten Weltcup-Etappe an den Start gehen wird, sind Dr. Svenja Kämper-Meyer und ihre Amanyara M FRH. Die Kieferorthopädin und ihre selbstgezogene Stute waren bisher bei zwei Weltcup-Etappen in dieser Saison am Sart und nutzen die Chance, weiter auf top Turnieren Erfahrung zu sammeln. (***Wie man als ‘reitende Kieferorthopädin’ erfolgreich in der Weltcup-Liga mitmischt – das lest Ihr morgen HIER bei dressursport.kim)

Rein rechnerisch könnte auch Isabell Werth zu ihrem 27. Weltcup-Finale reisen. Drei Etappen hat sie geritten und dreimal gewonnen: Zweimal mit Wendy in Basel und Amsterdam, einmal mit Special Blend in Wellington. “In ‘s-Hertogenbosch wird Isabell nicht reiten, so dass für das Finale nur Wendy als Option bliebe”, erklärt die Cheftrainerin, “aber der Plan mit Wendy ist ein anderer.” Hier kommt wieder die WM in Aachen ins Spiel.

Weitere Infos zur letzten Weltcup-Etappe ‘s-Hertogenbosch – HIER.

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