Werth siegt, Netz baut Führung aus
Isabell Werth und Wendy de Fontaine siegen bei der sechsten Weltcup-Etappe in Basel mit 86,155 Prozent. Raphael Netz baut seine Weltcup-Führung auf 59 Punkte aus.

Die Basel-Siegerin: Wendy de Fonatine unter Isabell Werth © www.sportfotos-lafrentz.de

Der Weltcup-Führende: Raphael Netz
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“Ich bin sehr happy. Wendy war gestern im Grand Prix wirklich on fire, aber heute schon sehr viel ruhiger und fokussierter”, resümiert Isabell Werth. “Wir haben mit ein bisschen Spannung im Galopp begonnen, aber insgesamt war sie viel entspannter und genau das brauchen wir im Moment.” Piaffen, Passagen, Pirouetten, das sei alles sehr gut gewesen. In den Einerwechseln leistete sich das Paar erneut einen Fehler, aber “heute waren die Zweierwechsel fehlerfrei”, grinst Werth. “Wir gehen in die richtige Richtung – Schritt für Schritt.” Die Entscheidung, welches Pferd sie in zwei Wochen in Amsterdam reiten wird, ist gefallen. Die Weltcup-Etappe Amsterdam geht Quantaz, mit dem Werth im Februar auch nach Wellington reist und dort eine weitere Weltcup-Etappe absolviert.

Freuten sich über Wendys Entspannung: Isabell Werth und Pflegerin Steffi Wiegard
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Großes Lob sprach Siegerin Werth an die zweitplatzierte Charlotta Rogerson: “Kiki war so gut heute! Ich hoffe, das gibt dem Schweizer Dressursport den richtigen Pusch!” Nach ersten Recherchen hat die 27-Jährige, die einst ihre Bereiterausbildung bei Klaus Balkenhol gemacht hat, im Sattel von Bonheur de la Vie einen neuen Schweizer Rekord aufgestellt. 81,290 Prozent – das hat, noch ohne Gewähr, bisher kein Dressurpaar aus der Schweiz in einer internationalen Fünf-Sterne-Kür erreicht. Übrigens: Es war die Kür-Premiere für Kiki und Bonheur, zum ersten Mal haben die beiden diese Kür präsentiert.

Einhändig zum Schweizer Rekord: Kiki Rogerson und Bonheur de la Vie
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Mit Platz drei in Basels Weltcup-Kür hat hat Raphael Netz seine Führung im Weltcup-Ranking weiter ausgebaut. Mit einem personal Best auf DSP Dieudonne von 80,725 Prozent hat er sich 15 Weltcup-Punkte gesichert. 48 plus 15 sind 63. Von diesen 63 werden allerdings die vier Punkte aus Lyon abgezogen, weil nur die vier besten Wertungen in das Weltcup-Ranking einfließen, macht eine aktuelle Summe von 59 Punkten. “Wow, ich habe die Kür heute wirklich genossen. Die Zuschauer waren und unglaublich und Dieu war total fokussiert – das ist nicht immer so (grinst).” Basel war nach Lyon erst die zweite Weltcup-Etappe für Dieu. “Er muss sich immer noch an so große, schöne Hallen gewöhnen.” In Lyon sei Dieu so aufgeregt gewesen, dass sie weder haben Halten noch Schritt zeigen können. “Deswegen war ich sehr happy, dass ich heute bei der Kür gleich zweimal Halten und Grüßen konnte. Das sind die kleinen Dinge, über die ich mich sehr freue, aber ich weiß auch, dass wir immer noch auf der Reise sind und es noch eine Menge Dinge zu verbessern gibt.”

Strahlen im Team rund um Dieudonne: Pflegerin Natalie, Raphael Netz, Besitzerin Sonja Krall und Mutter Janet Netz
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Mit 76,420 Prozent erreichten Dr. Svenja Kämper-Meyer und Amanyara M FRH Platz fünf. Auf der Jokerlinie kamen sie mit den Wechseln etwas durcheinander, der Rest der Kür gelang dem Paar fehlerfrei. Speziell waren die Schlussmomente, die Svenja einhändig ablieferte: Passage, Piaffe mit Drehung im Wechsel – das ist ein Zeichen von Feinstabstimmung!

Genossen Basel in vollen Zügen: Svenja Kämper-Meyer und Amanyara
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