NBP – die letzte Etappe: Rose Oatley mit zwei Pferden dabei

Rose Oatley ist 19 Jahre jung, hat bereits zwölfmal Gold bei Nachwuchs-Europameisterschaften gewonnen, zuletzt Doppelgold bei der U25-EM, und hat den Nürnberger Burg-Pokal im Visier. Zur letzten Saisonetappe in Guxhagen-Dörnhagen reist sie gleich mit zwei Pferden an. 38 weitere Paare haben sich angekündigt – der ‘Burg-Pokal-Run’ auf Guxhagen.

Foto oben: © Dirk Rüchel

Rose Oatley und Opoque bei ihrer toll gelungenen Turnier- und Burg-Pokal-Premiere in Darmstadt.
Foto: © R. Dill

Vor zwei Wochen in Darmstadt-Kranichstein, letzte Outdoor-Etappe des Burg-Pokals, ist Rose Oatley mit einer Überraschung angereist: mit dem siebenjährigen Opoque. Vierjährig hat der All at Once-Sohn bei der WM der jungen Dressurpferde in Ermelo das Finale gewonnen, damals noch unter Mette Sejbjerg Jensen. Fünfjährig hat Rose das Ausnahmepferd übernommen, aber sie war noch nie mit ihm zusammen auf einem Turnier, Darmstadt war die Premiere. Und die beiden sind haarscharf an der Finalqualifikation vorbeigerutscht. Mit 73,878 Prozent wurden sie Zweite.

In Guxhagen wird Rose erneut im Burg-Pokal starten, aber nicht – wie erwartet – mit Opoque. „Opoque ist noch so jung, er ist natürlich technisch noch nicht ganz so gefestigt, wie die Acht- und Neunjährigen, aber dieses Pferd hat das Potenzial vorne dabei zu sein. Ich möchte ihm jetzt noch die Zeit geben, weiter zu reifen.“

Nach Guxhagen-Dörnhagen bringt die Studentin des International Business zwei weitere Kandidaten für den Burg-Pokal mit: Debutant und Ferdades.

Debutant PS ist ein achtjähriger Sohn des Deparon, im Gestüt Lewitz aus der Zonik-Tochter Zantana (inzwischen Championatsstute von Marieke van der Putten/NED) gezogen. Kleiner Zucht-Schlenker: Debutants Großmutter Sandra ist die Halbschwester zu dem gekörten Grand Prix-Hengst Swagman, mit dem Kristy Oatley (die Mutter von Rose) im internationalen Viereck Erfolge sammelte.

„Debutant haben wir im letzten Jahr gekauft, er ist eigentlich Mamas Pferd“, erklärt Rose, „aber ich übernehme häufig die jüngeren Pferde, bis sie ungefähr auf St. Georg-Niveau sind und dann macht meine Mutter Richtung Grand Prix weiter.“ Das gemeinsame Ausbilden der Pferde ist bewährte Methode im Hause Oatley. „Wir machen das immer in sehr enger Abstimmung, reiten jeden Tag zusammen und tauschen auch immer mal wieder die Pferde.“

Debutant PS unter Rose Oatley auf dem Weg zu ihrem ersten Burg-Pokal-Start in Guxhagen… (© Dirk Rüchel)

Debutant wird aktuell von Rose und ihrer Mutter parallel geritten, vor Guxhagen hatte Rose ihn nun einige Zeit allein trainiert, um sich gezielt auf das Turnier vorzubereiten. „Debutant hat schon sehr viel und erfolgreich gedeckt“, erzählt Rose. „Aber er benimmt sich nicht wie ein typischer Hengst. Man kann ihn ohne Sattel an jeder Stute vorbeireiten und er begrüßt jedes Pferd mit einem fröhlichen Wiehern, das ist fast wie ein Zurufen. Sehr niedlich.“ In Guxhagen soll Debutant Turnierroutine sammeln, im Mai hatte Rose ihn das dritte und bisher letzte Mal auf einem Turnier vorgestellt.

Außerdem bringt Rose den neunjährigen Frascino-Sohn Ferdades in Guxhagen an den Start. „Ferdades gehört einer Kundin von Mama, Ava Osing. Sie hat ein paar Pferde bei uns stehen und wir helfen bei der Ausbildung.“ Die 16-jährige Ava gehörte bereits im vergangenen Jahr mit Vitalos zur deutschen Goldequipe der Junioren. Noch ein kleiner Schlenker: Der Vater von Vitalos, Vitalis, hat 2016 das Burg-Pokal-Finale unter Isabel Freese gewonnen. In diesem Jahr, 2026, sollte Ava im Sattel von Destacado das EM-Team verstärken, musste aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahme absagen. „Ferdades hat noch ganz wenig Erfahrung auf S-Niveau“, erklärt Rose. „Ich habe ihn im Mai eine S geritten, die hat er auch mit 74 Prozent gewonnen, aber für ihn geht es in Guxhagen das erste Mal mit St. Georg-Niveau los.“ Ava selbst war mit ihm diese Saison noch in der Junioren-Tour unterwegs, jetzt hat Rose ganz den Beritt übernommen, um sich auf Guxhagen vorzubereiten.

Roses bisherige Burg-Pokal-Erfahrung: Bislang war Rose einmal in einer Burg-Pokal-Qualifikation am Start, das war 2021 mit dem Rock Forever-Sohn Rock Revolution. In Schenefeld wurde das Paar damals Zweiter mit 74 Prozent.

Zwei Burg-Pokal-Starts, zweimal Platz zwei mit hohen Prozenten – ob es in diesem Jahr schon klappt, weiß man noch nicht, aber sicher wird Rose Oatley auch bald ihr erstes Burg-Pokal-Finale reiten.

Der ‘Run‘ auf die letzte Burg-Pokal-Etappe der Saison ist enorm: 40 Paare haben für Guxhagen-Dörnhagen ihre Nennungen abgegeben. Weitere Infos zum Turnier in Guxhagen-Dörnhagen gibt es HIER.

Weitere Infos zum Nürnberger Burg-Pokal gibt es HIER.