2026 – der persönliche Ausblick mit IW

Der Jahres-Ausblick 2026 mit Isabell Werth – Wendy, Quantaz, Viva Gold – und eine innige ‘Gesprächssituation’ mit Wendy…

Isabell Werth und Wendy in Basel
© www.sportfotos-lafrentz.de

• Du bist mit Wendy in Basel ins Jahr gestartet, ganz ursprünglich war Quantaz geplant – was hat Dich umgestimmt?

Isabell Werth: Quantaz ist in einer top Verfassung, ich wäre auch gerne mit ihm in Basel gestartet, aber ich habe mich dann für Wendy entschieden, um mit ihr noch ein paar Turniererfahrungen zu sammeln. Ich habe meine Art, die Wechsel zu reiten, etwas umgestellt – wir hatten ja in Basel darüber gesprochen (s. News 9.1.). Ich möchte, dass die Wechsel selbstverständlicher werden und das geht nur mit Routine. Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass ich in den zwei Jahren, die Wendy jetzt bei mir ist, nur zehn oder zwölf Turniere mit ihr bestritten habe. Mir fehlt mit ihr dieses Wissen, was man sonst mit den Pferden in den Nachwuchs-Touren, im Nürnberger Burg-Pokal oder im Louisdor-Preis, sammelt. Oder was man hat, wenn man die Wechsel selbst einem Pferd beigebracht hat. Das muss jetzt zwischen ihr und mir noch besser abgestimmt werden.

‘Gesprächsmomente’ zwischen Isabell Werth und Wendy:

• Auch wenn Du mit Wendy in Basel in die Weltcup-Saison gestartet bist, das Ziel Weltcup-Finale gilt nicht für sie, oder?

Isabell Werth: Nein, Wendy wird nicht nach Texas fliegen, das Ziel gilt für Quantaz. Er ist wirklich gut in Schuss. Er ist allerdings auch ziemlich flott unterwegs (lacht) und braucht jetzt auch wirklich mal wieder ein Turnier. Das Weltcup-Finale in Basel im vergangenen April war sein letzter Start. Eigentlich wollte ich mit ihm im vergangenen Herbst in die Weltcup-Saison einsteigen, aber dann kam ja alles anders (Anm. d. Red.: Aus privaten Gründen hatte Isabell Werth eine längere Turnierpause Ende 2025 eingelegt).

Quantaz
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• Zwei Weltcup-Stationen muss Quantaz auf jeden Fall auch gegangen sein, damit er im Finale antreten dürfte – wie ist der Plan?

Isabell Werth: Quantaz wird Ende Januar in Amsterdam an den Start gehen und am 10. Februar fliege ich für zehn Tage mit ihm nach Wellington in die Sonne, dort wird er dann noch eine Weltcup-Quali gehen und danach sehen wir, wie die Dinge stehen und entscheiden wegen `s-Hertogenbosch. Ich war das letzte Mal vor 15 Jahren in Wellington und freue mich wirklich darauf.

• Wie sieht der Plan für Wendy Richtung WM aus?

Isabell Werth: Der Weg ist relativ vorgezeichnet. Ich werde Hamburg reiten, das fand ich letztes Jahr super, dann kommt die Deutsche Meisterschaft in Balve und der Nationenpreis in Hagen. So ist der Plan und ob ich vor Hamburg draußen noch ein Turnier reite, weiß ich noch nicht.

• Und Quantaz bleibt als Back-Up für die WM…

Isabell Werth: Ja genau, und da ist ja auch noch Viva Gold (schmunzelt)…

Viva Gold
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